Gartenwelten – Immobilienkäufer und die Lust am Grün

12. Juni 2011
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Der Wiederverkaufswert einer Privatimmobilie steigt in Deutschland durch gepflegte Gärten um durchschnittlich achtzehn Prozent. Das ist eins der Ergebnisse der Studie „Global Gardening Report“ vom schwedischen Unternehmen für Gartengeräte Husqvarna, zu dem die deutsche Tochter Gardena gehört. Grün am Haus liegt nach wie vor im Trend.

Emotionale…

Laut der Husqvarna Studie steigert ein wohl gestalteter Garten die Attraktivität eines Wohnhauses in Deutschland um 29 Prozent. Nur auf Japaner wirkt solch ein Garten noch stärker und steigert die Attraktivität um 43 Prozent. Um diese Prozentzahlen zu erheben, teilten die Studienautoren insgesamt 5.000 Eigentümer von Vorstadt-Eigenheimen in zwei Gruppen. Der ersten Gruppe wurden Bilder von Eigenheimen mit wohlgeratenen Gärten gezeigt, während der zweiten Gruppe Bilder mit genau denselben Häusern und mit Gärten gezeigt wurden, die öden Flächen glichen. Die Ergebnisse flossen als „emotionale Garteneffekte“ in die Studie ein.

… und rationale Effekte eines Gartens

Weitere Ergebnisse der Studie wurden als „rationale Garteneffekte bezeichnet: Die insgesamt 5.000 Befragten bezifferten die Wertsteigerung einer Immobilie durch einen Garten beim Anblick ein- und derselben Häuser mit und ohne attraktiven Garten durchschnittlich auf sieben Prozent. Das ist exakt der Prozentsatz, den auch die deutschen Befragten angaben. Die Autoren berechneten schließlich die durchschnittliche Gesamtwertsteigerung einer Immobilie unter Berücksichtigung der emotionalen und rationalen Effekte. So ergaben sich die bereits erwähnten durchschnittlichen achtzehn Prozent in Deutschland. In Japan lag dieser Wert bei 24 Prozent, in Polen und USA ebenfalls bei achtzehn Prozent.

Verband bestätigt die Husqvarna-Studie

Es überrascht nicht, dass die Studie mit ihren Ergebnissen von einem Gartengeräte verkaufenden Unternehmen stammt, schreibt sinngemäß etwa das Portal Welt Online. Die Ergebnisse passen schließlich nur zu gut, um den Absatz von Gartengeräten zu steigern. Dennoch, so betont Welt Online, bedeutet das nicht, dass die Studie durch einseitige Interpretationen verfälscht wird. Der Anblick eines schönen Gartens wecke beim Käufer positive Emotionen, zitiert das Portal etwa Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren. Umgekehrt würden vernachlässigte Gärten potenzielle Käufer abschrecken, sagt sie weiter.

Auch andere Studien zeigen den Wert von Gärten

Verschiedene Studienergebnisse abseits der Husqvarna-Studie bestätigen den Wert, den potenzielle Hauskäufer und Bauherren Gärten zumessen. So befragten 2010 etwa die Unternehmen Interhyp und ImmobilienScout24 im Rahmen ihrer Umfrage „Immobilienbarometer“ 3.600 Menschen. Für 49 Prozent dieser Befragten war „KEIN Garten“ ein Ausschlusskriterium beim Immobilienkauf, also ein Grund dafür, sich gegen eine Immobilie zu entscheiden. Bereits 2007 benannten 1.575 Verbraucher bei einer Immobilien-Trendstudie der PlanetHome AG die wichtigsten Ausstattungsmerkmale einer Kaufimmobilie. Gärten landeten hinter „Balkon“ und „Badewanne“ auf Platz 3. Was das alles bedeutet? Hausbesitzer sollten ihren Garten vielleicht einfach nicht allzu sehr vernachlässigen, wenn sie den Verkauf ihres Hauses planen. Anbieter von Gartengeräten werden diesen Rat gerne hören.

2 Comments

  1. Klaus Fessmann 14. Juni 2011 13:29

    Sehr geehrter Herr Kirchner !
    Ihre Adresse wurde mir durch das Xing-Netzwerk angezeigt. Über meine website http://www.klaus-fessmann.de können Sie einige wesentliche Arbeitsbereiche von mir erfahren. Von Hause aus bin ich Komponist, Pianist und lehre an der Universität Mozarteum in Salzburg. Vor über 10 Jahren wurde ich von der Firma Epple Immobilien in Heidelberg angefragt, ob ich, wie in einem Vortrag dargelegt, in einem repräsentativen Bauprojekt in Heidelberg Wohnbau und Gartenarchitektur nach Musik erstellen könne. Dieses Bauprojekt (ca. 150 Millionen Bausumme) ist inzwischen fertig, es wohnen ca. 2000 Menschen dort, die Immobilien wurden, wie veröffentlicht, in einem Zehntel der Zeit verkauft und das zu einem höheren als veranschlagten und in Heidelberg üblichen Preis. Das Objekt heisst „Quartier am Turm“ in steht in Heidelberg-Rohrbach. Ich arbeite mit dem für mich besten Gartenarchitekten und einem der besten deutschen Architekten zusammen. Kurzum, es ist mir möglich, jedes Musikstück in Architektur und Gartenarchitektur umzubauen, in Heidelberg waren dies Opernouvertüren von Verdi und Mozart, Concerto grossi von Händel, eine Symphonie von Mendelssohn. Ein dort gestalteter Musikweg gibt über das System Auskunft, die Methode bleibt selbstverständlich bei mir. Sollten Sie Interesse an meiner Arbeit haben, würde ich mich freuen, wenn wir miteinander in Kontakt kämen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Prof.Klaus Feßmann

  2. Dietrich34 20. August 2012 22:20

    Sehr geehrter Prof. Klaus Feßmann
    Es ist sehr interessant dass ein Musikus ihres Rangs für so was so viel Interesse zeigt. Wie auf immobilienlos.org beschrieben ist Musik und Ambiente ein untrennbares Relikt. Ich finde es muss alles garmonieren angefangen von Essen bis Geschirr in der Küche.
    Mit Besten Grüßen Karl.