{"id":1091,"date":"2011-12-30T14:57:47","date_gmt":"2011-12-30T14:57:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1091"},"modified":"2020-11-19T08:22:04","modified_gmt":"2020-11-19T08:22:04","slug":"chinesen-chinesische-probleme-und-deutsche-immobilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/chinesen-chinesische-probleme-und-deutsche-immobilien","title":{"rendered":"Chinesen, chinesische Probleme und deutsche Immobilien"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Es stand praktisch in allen Medien, die sich irgendwie mit Wirtschaft besch\u00e4ftigen: China wird einen bereits vorhandenen und zwei neue Staatsfonds mit 350 zus\u00e4tzlichen Milliarden US-Dollar (etwa 270 Milliarden Euro) ausstatten, um mit dem Geld in den USA und in Deutschland einzukaufen. Anders als zuvor soll der Schwerpunkt nicht auf Staatsanleihen anderer L\u00e4nder, sondern mehr auf Aktien, anderen Beteiligungen an Unternehmen und &nbsp;Immobilien liegen. Die Immobiliensuche soll unter anderem in westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern erfolgen: in Frankreich, \u00d6sterreich und der Schweiz und auch in Deutschland. Aber wer wei\u00df, ob alles so kommt, wie man es derzeit annimmt: Vielleicht fallen chinesische Einkaufstouren in der Welt aufgrund eigener Probleme auch verhaltener aus?<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Hier und da trifft man in Deutschland auf China<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Dass chinesische Investoren in Deutschland Immobilien kaufen oder finanzieren, ist nat\u00fcrlich nicht neu. Es gab in der Vergangenheit gr\u00f6\u00dfere Projekte wie etwa die neu erbaute Europazentrale des chinesischen Unternehmens China Shipping. 2004 war Richtfest und 2009 wurde das Geb\u00e4ude mit 4.100 m\u00b2 Bruttogeschossfl\u00e4che fertig gestellt. Das verantwortliche Architekturb\u00fcro war Bothe Richter Teherani. Entwickelt wurde das Projekt von Prien Immobilien. Daneben sind es nicht nur gro\u00dfe Projekte mit chinesischer Beteiligung, sondern bisweilen auch kleine und ganz kleine. So haben etwa die beiden chinesischen Unternehmer Adderly Fong und Alan Fong in der Eifelgemeinde \u00dcrzig ein ehemaliges Schulgeb\u00e4ude gekauft. Geplant sind eine Weinakademie sowie der Aufbau eines Audiocenters, in dem in China gefertigte Endger\u00e4te verkauft werden sollen. In Schwarzenbek im schleswig-holsteinischen Kreis Herzogtum Lauenburg kauften chinesische Investoren einen leer stehenden Aldi-Markt, um dort einen Showroom f\u00fcr Chinas Textilhandel aufzubauen. Ein 60.000 m\u00b2 gro\u00dfes Handelszentrum mit angeschlossenem Hotel ist geplant. Und im s\u00e4chsischen Oelsnitz im Vogtlandkreis erwarben chinesische Investoren j\u00fcngst zwei insgesamt 5626 m\u00b2 gro\u00dfe Grundst\u00fccke, um hier k\u00fcnftig Leiterplatten (Elektronik) zu produzieren.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Noch sind chinesische Investitionen hierzulande eher gering<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Von gro\u00df angelegten chinesischen Investitionen auf Deutschlands Immobilienmarkt kann bisher noch eher keine Rede sein. Laut Angaben des Manager Magazins aus dem Juni 2011 hat China seine Gesamtinvestitionen (alle Bereiche; nicht nur Immobilien) in Deutschland zwar seit 2006 fast verdoppelt. Das Land lag allerdings 2009 mit einer Summe von etwa siebenhundert Millionen Euro nur auf einer Ebene mit dem weitaus kleineren Liechtenstein. Zitiert wird im Artikel auch eine Studie des German Centers for Market Entry, bei der 96 chinesische Unternehmen in Deutschland befragt wurden. Die Studie zeigte einerseits, dass sich damals vor allem chinesische Kleinstfirmen in Deutschland niederlassen. Eine Mehrheit von fast 66% \u00e4u\u00dferte andererseits, chinesische Unternehmen h\u00e4tten in Deutschland mit grunds\u00e4tzlichen Vorurteilen zu k\u00e4mpfen. Herrscht da vielleicht Angst vor der neuen Wirtschaftsmacht? Die neu mit Geld ausgestatteten Staatsfonds k\u00f6nnten den chinesischen Investitionen in Deutschlands Immobilien nochmals einen deutlichen Schub verleihen. China hat scheinbar Gro\u00dfes vor: Der Experte Karl Sauvant der US-amerikanischen Columbia University prognostiziert weltweit ein deutliches Wachstum chinesischer Auslandsinvestitionen, bei dem das Land innerhalb der n\u00e4chsten zehn Jahre ein bis zwei Billionen US-Dollar ausgibt. Da k\u00f6nnte dann auch manch ein Dollar in den deutschen Immobilienmarkt flie\u00dfen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Der Gigant China hat eigene Immobilien-Probleme<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Geschichte einer m\u00f6glichen Immobilienblase in China und m\u00f6glicher anderer Probleme aufgrund von Immobilienprojekten im Land taucht immer wieder einmal in den westlichen Medien auf. Das Onlineportal Deutsche MittelstandsNachrichten berichtete zuletzt am 29. Dezember vom Kampf lokaler chinesischer Regierungen \u201egegen den Kollaps\u201c. Ihre Projektgesellschaften seien aufgrund \u201egigantischer Infrastrukturbauten\u201c mit knapp achthundert Milliarden US-Dollar verschuldet. Da bleibt dann die Frage, ob sich China wirklich in den kommenden zehn Jahren riesige Auslandsinvestitionen leisten kann und wird? Manchmal kommt es anders, als man denkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es stand praktisch in allen Medien, die sich irgendwie mit Wirtschaft besch\u00e4ftigen: China wird einen bereits vorhandenen und zwei neue Staatsfonds mit 350 zus\u00e4tzlichen Milliarden US-Dollar (etwa 270 Milliarden Euro) ausstatten, um mit dem Geld in den USA und in Deutschland einzukaufen. 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