{"id":1291,"date":"2012-06-09T07:26:29","date_gmt":"2012-06-09T07:26:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1291"},"modified":"2020-11-18T18:08:43","modified_gmt":"2020-11-18T18:08:43","slug":"stadtquartier-statt-shopping-mall-an-kolns-binnen-leuchtturm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/stadtquartier-statt-shopping-mall-an-kolns-binnen-leuchtturm","title":{"rendered":"Stadtquartier statt Shopping-Mall an K\u00f6lns Binnen-Leuchtturm"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Helios-Leuchtturm wacht seit Ende des 19. Jahrhunderts \u00fcber den <a href=\"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/immobiliengutachter-koeln\">K\u00f6lner<\/a> Stadtteil Ehrenfeld. Den 44 Meter hohen Turm hatte die nicht mehr existente Helios AG einst f\u00fcr Demonstrations- und Versuchszwecke gebaut. Heute ist der Leuchtturm fernab vom Wasser ein Wahrzeichen Ehrenfelds. Fast w\u00e4re er Nachbar eines Shoppingcenters geworden, den Investoren auf dem Helios Gel\u00e4nde am Leuchtturm bauen wollten. Aber es gab auch andere Pl\u00e4ne, in deren Zentrum ein Schulzentrum als wesentlicher Bestandteil eines neuen Stadtquartiers stand. Nun haben B\u00fcrger, Verwaltung und Investoren in einem Planungswettbewerb entschieden. Das Shoppingcenter wird nicht gebaut. Stattdessen kommt das neue Stadtquartier.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die Geburt der Shoppingcenter-Pl\u00e4ne<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwa 20.000 m\u00b2 umfasst das ehemalige Gel\u00e4nde der Helios-Werke in K\u00f6ln-Ehrenfeld. Komplett umgenutzt ist das Gesamtareal nicht, allerdings war die bisherige Nutzung kein Ergebnis einer durchdachten Planung. Auf dem Areal liegen unter anderem die Filiale einer bekannten Fastfood Burgerkette (ohne \u201eM\u201c), der Partyclub \u201eUnderground\u201c, ein Matratzenmarkt sowie ein Anbieter italienischer Feinkost. \u00a0Wie aber soll die Zukunft des Areals aussehen? Bewegung in die Diskussion rund um diese Frage kam sp\u00e4testens 2008. Damals \u00fcbernahm das Unternehmen Bauwens das Areal von der \u201eHelios Immobilen Verwaltungs GmbH\u201c und gr\u00fcndete mit der \u201emfi Management f\u00fcr Immobilien AG\u201c eine Grundst\u00fccksgesellschaft, um sich gemeinsam Gedanken um eine k\u00fcnftige Nutzung des Areals zu machen. Schnell kristallisierte sich dabei der Gedanke heraus, hier ein Shoppingcenter zu bauen. Wie so viele Shoppingcenter-Projekte weckte das Hoffnung und \u00c4ngste zugleich. In der K\u00f6lner Politik entstand deshalb der Impuls, eine Vertr\u00e4glichkeitsstudie in Auftrag zu geben. Die Erstfassung dieses Gutachtens kam im Fr\u00fchjahr 2010 heraus. F\u00fcr das geplante Shoppingcenter wurde dort eine maximale Gr\u00f6\u00dfe von 17.000 m\u00b2 empfohlen. Das war deutlich weniger als das, was die mfi mit etwa 30.000 m\u00b2 im Sinn hatte. In der Folgezeit kletterte die empfohlene Maximalgr\u00f6\u00dfe dann \u00fcber einen Zwischenschritt mit 19.600 m\u00b2 auf 20.600 m\u00b2. Immer noch deutlich weniger als das, was die mfi im Sinn hatte. Aber zuviel f\u00fcr eine ganze Reihe Ehrenfelder B\u00fcrger.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die anderen Pl\u00e4ne<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">2010 entwickelte sich erstmals organisierter Widerstand gegen die Shoppingcenter-Pl\u00e4ne. Zugleich reifte die Idee, Bildung statt Konsum den Vorzug auf dem Helios Gel\u00e4nde zu geben. Die P\u00e4dagogen der Universit\u00e4t K\u00f6ln nahmen das Gel\u00e4nde f\u00fcr ein innovatives Schulkonzept in den Blick, f\u00fcr die \u201eInklusive Universit\u00e4tsschule K\u00f6ln\u201c. So wie Universit\u00e4tskliniken angehenden Medizinern Praxis vermitteln, sollte diese Schule angehenden P\u00e4dagogen als ein Praxisfeld dienen. Widerstand gegen das Shoppingcenter organisierte sich in der \u201eB\u00fcrgerinitiative Helios\u201c. Auf ihrer Internetseite findet man folgende Ziele, denen sie sich widmet: \u201eKeine Shopping Mall; B\u00fcrgerbeteiligung jetzt; An die Veedelsstruktur angepasste Entwicklung \u2013 \u00a0f\u00fcr ein lebenswertes Ehrenfeld\u201c. Die B\u00fcrgerbeteiligung wurde schnell ernst genommen. Die Ehrenfelder Politik griff die Idee auf und startete einen st\u00e4dtebaulichen Planungswettbewerb als moderiertes Verfahren. Auch die f\u00fcrs Shoppingcenter eintretende Planungsgesellschaft bef\u00fcrwortete das Verfahren und beteiligte sich.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Das Aus f\u00fcrs Shoppingcenter<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Juni 2012 wird das Shoppingcenter zur nicht realisierten Geschichte. \u201eEin Grossteil der B\u00fcrger Ehrenfelds sei von einem Shoppingcenter nicht \u00fcberzeugt\u201c, lie\u00df Bauwens verlauten. Nun soll die Schule kommen: f\u00fcr etwa 1.000 Sch\u00fcler auf 11.500 m\u00b2 Grundst\u00fccksfl\u00e4che und sowohl mit einem Grundschul- als auch mit einem Sekundarschulbereich. Daneben soll ein offenes Stadtquartier entstehen, mit Wohnungen und B\u00fcros, Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Platz f\u00fcr die Kulturszene, auch f\u00fcr den einst von einem Aus bedrohten Club \u201eUnderground\u201c. Damit w\u00e4re einerseits eindeutig klar, was nicht kommt: das Shoppingcenter. Manch einer mag es bedauern. Andererseits ist Ehrenfeld kein Stadtteil, dem es allzu sehr an Einkaufsm\u00f6glichkeiten mangelt. Ein bisschen mehr Handel mag immer noch gehen und auch Sinn machen, aber ein offenes Stadtquartier ist da eventuell doch die bessere L\u00f6sung? Ehrenfeld hat sich den Ruf eines lebendigen Stadtteils erworben, den auch Partyfreunde am Wochenende gerne ansteuern. Das \u201eoffene Stadtquartier\u201c mit Platz f\u00fcr die Kulturszene k\u00f6nnte hier gut hineinpassen. Allerdings ist andererseits bisher nur ein bisschen klar, was kommt. Die \u201eInklusive Universit\u00e4tsschule K\u00f6ln\u201c wird den Gro\u00dfteil des Gel\u00e4ndes belegen; f\u00fcr alles, was daneben entsteht, sind Pl\u00e4ne bisher eher schemenhaft. Hier gilt es, aus Schemen Konkretes werden zu lassen: im konstruktiven Gespr\u00e4ch, ohne Blockaden und Streit. Bisher hat das gar nicht so schlecht funktioniert. Viel wird noch geschehen: rund um Ehrenfelds Leuchtturm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Helios-Leuchtturm wacht seit Ende des 19. Jahrhunderts \u00fcber den K\u00f6lner Stadtteil Ehrenfeld. Den 44 Meter hohen Turm hatte die nicht mehr existente Helios AG einst f\u00fcr Demonstrations- und Versuchszwecke gebaut. Heute ist der Leuchtturm fernab vom Wasser ein Wahrzeichen Ehrenfelds. 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