{"id":1434,"date":"2012-12-05T07:40:51","date_gmt":"2012-12-05T07:40:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1434"},"modified":"2020-11-18T16:52:14","modified_gmt":"2020-11-18T16:52:14","slug":"vertical-farming-salat-im-30sten-stock-rinder-im-parterre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/vertical-farming-salat-im-30sten-stock-rinder-im-parterre","title":{"rendered":"Vertical Farming &#8211; Salat im 30sten Stock, Rinder im Parterre"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Kopfsalat aus dem Wolkenkratzer und Tomaten aus dem Hochhaus? Mit dem Konzept des \u201eVertical Farmings\u201c wird der Anbau von Nahrungsmitteln von der Breite in die H\u00f6he verlagert. So k\u00f6nnte es auf einer relativ kleinen Grundst\u00fccksfl\u00e4che m\u00f6glich werden, eine ausreichende Menge an Nahrungsmitteln zu produzieren, um damit Tausende Menschen zu ern\u00e4hren, sofern man nur hoch genug baut. Zudem k\u00f6nnte man in solchen Hochh\u00e4usern und Wolkenkratzern bestenfalls auch in denjenigen Regionen optimale Bedingungen f\u00fcr ein gutes Pflanzenwachstum schaffen, in denen solche Bedingungen f\u00fcr die klassische Landwirtschaft kaum gegeben sind. Die hier skizzierten Pl\u00e4ne und Ideen sind keine Science Fiction, sondern bereits Realit\u00e4t. In Singapur existiert mittlerweile die erste kommerzielle betriebene vertikale Farm.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Eine vertikale Farm in Singapur<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Vertikale Farmen sind keine v\u00f6llig neue Erfindung und dennoch ist die neue vertikale Farm in Singapur so etwa wie ein Pionier. Sie hat n\u00e4mlich den Anspruch, die erste kommerziell betriebene Farm dieser Art auf der Welt zu sein. Initiator des Projekts ist das Unternehmen Sky Greens. Gebaut wurde die vertikale Farm seit 2009 auf einem etwas \u00fcber 36.400 m\u00b2 (9 acre) gro\u00dfen Grundst\u00fcck in der Stadt Singapur. Das gesamte Projekt besteht aus 120 neun Meter hohen Aluminiumt\u00fcrmen, von denen jeweils mehrere in Gew\u00e4chsh\u00e4usern untergebracht sind. In jedem der T\u00fcrme ist das Wachstum von drei verschiedenen Arten von Blattgem\u00fcse m\u00f6glich, hei\u00dft es. Das Projekt basiert laut Sky Greens unter anderem auf einer patentierten CO2-armen gr\u00fcnen Technologie sowie auf den kontrollierten Einsatz von Wasser, Saat-Mix und&nbsp; D\u00fcngemittel.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Andere vertikale Farmen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Sky Greens Projekt in Singapur ist kein Einzelfall. So berichtete etwa die Wiener Zeitung im November 2012 vom Projekt des S\u00fcdkoreaners Choi Kyu-hong. Er baut mit der \u201ePlant Factory&#8220; der staatlichen Rural Development Administration in einem vierst\u00f6ckigen Geb\u00e4ude auf insgesamt 446 m\u00b2 mitten in der Millionenstadt Suwon Gem\u00fcse an, hei\u00dft es im Artikel. Die Pflanzen w\u00fcrden mit LED-Licht bestrahlt und Sonnenlicht sei nahezu unn\u00f6tig. F\u00fcr einen effizienten Umgang mit Ressourcen sorge unter anderem das Recyclingsystem, mit dem sich nahezu 90 Prozent des herk\u00f6mmlichen Wasserverbrauchs einsparen lassen, f\u00fcr die notwendige Energie w\u00fcrde man unter anderem auf Solaranlagen und Erdw\u00e4rme zur\u00fcckgreifen. Um sich Projekte im Vertical Farming anzusehen, muss man den Blick aber nicht zwangsl\u00e4ufig nach Asien richten. Ein konkretes Projekt ist derzeit auch in der schwedischen Stadt Link\u00f6ping im Bau. Das Unternehmen Plantagon International errichtet hier ein 55 Meter hohes Gew\u00e4chssystem, das etwa 4.000 m\u00b2 Raum f\u00fcr den Anbau von Gem\u00fcse bieten soll. Im Februar 2012 war Grundsteinlegung und geht alles nach Plan, ist sp\u00e4testens 2014 erstmals Erntezeit.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Leben und \u00dcberleben auf kleinem Raum<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Als ein&nbsp;Vorreiter des Vertical Farmings gilt der emeritierte Columbia Professor Dickson Despommier, den die Wiener Zeitung auch Vertical-Farming-Guru nennt. Bereits Ende der 90er habe er mit Studenten \u00fcberlegt, wie sich leer stehende Hochh\u00e4user in US-amerikanischen St\u00e4dten besser nutzen lassen, berichtet die Zeitung. Dabei sei errechnet worden, dass eine Vertical Farm auf drei\u00dfig Stockwerken etwa 50.000 Menschen ern\u00e4hren k\u00f6nne, wobei etwa auch Platz f\u00fcr eine Rindefarm im Erdgeschoss sei. Sp\u00e4testens bei diesen Dimensionen wird deutlich, dass Vertical Farming sich tats\u00e4chlich dazu eignen k\u00f6nnte, viele Dinge rund ums Leben und \u00dcberleben in wachsenden St\u00e4dten bei einer weiter anwachsenden Anzahl von Menschen auf der Welt zu ver\u00e4ndern. Gestritten wird noch \u00fcber die Energiebilanz solcher Projekte, von der nicht immer alle \u00fcberzeugt sind. Aber Streit kann im besten Fall sehr konstruktiv sein und Konzepte vorantreiben, sie besser machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In Bezug auf das Wachstum von St\u00e4dten und Stadtplanung k\u00f6nnte Vertical Farming unter anderem daf\u00fcr genutzt werden, nat\u00fcrliche Landschaft im Umkreis von St\u00e4dten zu erhalten oder um mehr Naherholungsfl\u00e4chen zu gestalten, weil weniger landwirtschaftliche Fl\u00e4chen ben\u00f6tigt werden. Noch wichtiger: Anderswo verringert es vielleicht die Abh\u00e4ngigkeit von widrigen klimatischen Bedingungen und sorgt f\u00fcr eine gesicherte Nahrungsproduktion. \u201eWir fahren aufs Land\u201c hei\u00dft dann vielleicht in Zukunft bisweilen: mit dem Aufzug in den 30sten Stock!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kopfsalat aus dem Wolkenkratzer und Tomaten aus dem Hochhaus? Mit dem Konzept des \u201eVertical Farmings\u201c wird der Anbau von Nahrungsmitteln von der Breite in die H\u00f6he verlagert. 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