{"id":1460,"date":"2013-01-05T15:24:12","date_gmt":"2013-01-05T15:24:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1460"},"modified":"2020-11-18T16:45:51","modified_gmt":"2020-11-18T16:45:51","slug":"das-bankpalais-mannheim-zwischen-bewahren-und-erneuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/das-bankpalais-mannheim-zwischen-bewahren-und-erneuern","title":{"rendered":"Bankpalais \u2013 Mannheim zwischen Bewahren und Erneuern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Als Denkmal gesch\u00fctzt ist das Bankpalais in <a href=\"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/immobiliengutachter-mannheim\">Mannheim<\/a> trotz einer barock anmutenden Fassade nicht. Das heutige Bankpalais ist n\u00e4mlich \u201enur\u201c der teils historisch wirkende, aber dennoch erst in den 70er Jahren erbaute Ersatz eines um das Jahr 1720 herum erbauten Hauses. Und \u201ehistorisch anmutend\u201c und \u201ehistorisch\u201c sind halt nach wie vor zwei unterschiedliche Dinge. Rein rechtlich gesehen, k\u00f6nnte das Bankpalais also problemlos f\u00fcr einen modernen Neubau abgerissen werden, wie die LBBW als Besitzerin es urspr\u00fcnglich vorgehabt hat. Probleme gab es dennoch, weil sich viele Mannheimer gegen den Neubau gewehrt haben. Trotzdem wird das Bankpalais im Fr\u00fchjahr 2013 abgerissen, was aber kaum einen mehr traurig stimmt. Grund daf\u00fcr ist ein Kompromiss.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Kurze Geschichte eines markanten Hauses<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Die markante gelb-wei\u00dfe Fassade des Bankpalais zeigt in Richtung der Planken, der Hauptgesch\u00e4ftsstra\u00dfe Mannheims, an der das Bankpalais liegt. Drei Stockwerke ist das Palais hoch, ausgestattet mit einer doppelten Reihe von Gauben sowie mit schmiedeeiserner Eingangst\u00fcre, hei\u00dft es auf Rhein-neckar-industriekultur.de. Hier wird auch die Meinung vertreten, dass das Bankpalais im Stra\u00dfenbild der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone angenehm aus dem Rahmen des \u00dcblichen f\u00e4llt. Die Geschichte des Hauses beginnt mit seinem Vorg\u00e4ngerbau, der \u2013 so Rhein-neckar-industriekultur.de \u2013 um 1720 herum zun\u00e4chst als zweist\u00f6ckiges Stadtpalais gebaut worden ist. Nach mehreren Besitzerwechseln hat es 1902 dann vermutlich einen gr\u00f6\u00dferen Umbau gegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Seit 1949 stand das Haus unter Denkmalschutz; dennoch wurde der Badischen Bank als Besitzerin in den 70er Jahren der Abriss und ein Neuaufbau mit historischer Anmutung erlaubt. Andreas Plattner war damals der Architekt, nach dessen Pl\u00e4nen die Neugestaltung der Immobilie zwischen 1974 bis 1976 realisiert wurde. Das geschah allerdings so, dass die neue Immobilie heute nicht mehr als Baudenkmal gilt. Seit 2009 steht die Immobilie, die sich inzwischen im Besitz der LBBW Immobilien Development befindet, leer. Und 2012 kamen die aktuellen Abbruchpl\u00e4ne auf den Tisch und weckten den gro\u00dfen Widerstand.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Abrisspl\u00e4ne, Protest und neue Pl\u00e4ne<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Anfang 2012 wurde bekannt, dass die LBBW Immobilien Development den Abriss des Bankpalais plant. Mit einem Abriss w\u00fcrde Mannheims City \u201eeinen Erinnerungswert an die glanzvollen Zeiten als Residenzstadt verlieren\u201c, hie\u00df es als einer der Reaktionen darauf am 19. Januar 2012 auf Morgenweb.de, dem Onlineportal der Zeitung \u201eMannheimer Morgen\u201c. Basierend auf den Pl\u00e4nen des Architekturb\u00fcros Blocher Blocher Partners sollte nach dem Abriss ein moderner Glasbau entstehen. Aber man hatte nicht mit dem starken Protest gerechnet, der auf die Bekanntgabe dieser Pl\u00e4ne folgte. Im Mai 2012 wurden die Pl\u00e4ne deshalb ge\u00e4ndert. Nun ist zwar weiterhin ein Abriss geplant. Allerdings wird es keinen Neubau mit moderner Glasfassade, sondern einen f\u00fcnfst\u00f6ckigen Bau im Barockstil geben, der sich aus Sicht der ehemaligen Neubaugegner deutlich besser als die urspr\u00fcnglich geplante Immobilie in die Stadt einf\u00fcgt. Drei Etagen der neu geplanten Immobilie werden f\u00fcr Handel reserviert, die obersten beiden f\u00fcr Technik und B\u00fcros. Das Projekt soll insgesamt 35 Millionen Euro kosten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Bauen zwischen Bewahren und Erneuern<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Was in Mannheim geschieht, ist wohl vielerorts immer wieder Thema. Letztlich zeigt die Diskussion in Mannheim einmal mehr, dass die Frage, ob und wie man Alt gegen Neu ersetzt, nicht allzu unsensibel beantwortet werden darf. Jeder Neubau ver\u00e4ndert ein bestehendes Ensemble aus Immobilien, setzt bestenfalls neue reizvolle Akzente, zerst\u00f6rt schlimmstenfalls etwas, was die Menschen lieb gewonnen haben. Architektur und Stadtplanung werden immer mehr sein als \u201enur\u201c die Frage, wer was wie baut. Sie bedeuten stets auch Antworten auf die Frage, wie Menschen in Zukunft leben (werden und m\u00f6chten). Und diese Antworten werden nicht nur sachlich k\u00fchl beantwortet, sondern bisweilen auch sehr emotional. Wie in Mannheim.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Denkmal gesch\u00fctzt ist das Bankpalais in Mannheim trotz einer barock anmutenden Fassade nicht. Das heutige Bankpalais ist n\u00e4mlich \u201enur\u201c der teils historisch wirkende, aber dennoch erst in den 70er Jahren erbaute Ersatz eines um das Jahr 1720 herum erbauten Hauses. Und \u201ehistorisch anmutend\u201c und \u201ehistorisch\u201c sind halt nach wie vor zwei unterschiedliche Dinge. 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