{"id":1481,"date":"2013-01-27T19:17:54","date_gmt":"2013-01-27T19:17:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1481"},"modified":"2020-11-18T16:35:59","modified_gmt":"2020-11-18T16:35:59","slug":"wohnquartiere-wie-verbessert-man-das-quartiersimage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wohnquartiere-wie-verbessert-man-das-quartiersimage","title":{"rendered":"Wohnquartiere: Wie verbessert man das Quartiersimage?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Image besitzt nicht alleine bei Menschen einen gro\u00dfen Einfluss auf die Attraktivit\u00e4t, sondern auch bei Wohnquartieren. Die Erfolgschancen von Versuchen, ein Quartiersimage zu verbessern, k\u00f6nnten nach 2015 durch die Ergebnisse eines Forschungsprojekts mit dem Titel \u201eImages innenstadtnaher Wohnquartiere\u201c (ImiWo) steigen. Das Projekt wird von der <a href=\"http:\/\/www.fh-erfurt.de\/fhe\/\">Fachhochschule Erfurt<\/a> sowie den Unternehmen <a href=\"http:\/\/www.gewobag.de\/\">GEWOBAG Wohnungsbau-AG Berlin<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.stadtbau-wuerzburg.de\/\">Stadtbau W\u00fcrzburg GmbH<\/a> durchgef\u00fchrt. Es untersucht, durch welche Faktoren das Image eines Wohnquartiers beeinflusst wird, wobei die Themen Gesundheitsf\u00f6rderung und Energieeffizienz in besonderem Ma\u00dfe im Fokus stehen. Ein Untersuchungsobjekt des Projekts ist das Berliner Quartier \u201eMehringplatz\u201c in Kreuzberg.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Ein Szenario \u2013 der Weg abw\u00e4rts!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Im ung\u00fcnstigsten Fall entwickelt sich bei Wohnquartieren eine Abw\u00e4rtsspirale, die sie in die Tiefe rei\u00dft. M\u00f6glicherweise beginnt alles mit einer von Anfang an nur m\u00e4\u00dfigen Lebensqualit\u00e4t im Wohnquartier. Das Image des Quartiers ist von Anfang an schwach. M\u00f6glicherweise entwickelt sich ein sozialer Brennpunkt, den viele Menschen meiden. Dadurch steigen eventuell die Leerst\u00e4nde, w\u00e4hrend die Verdienste der Immobilienbesitzer ebenso wie ihre Chancen sinken, f\u00fcr Wohnungen neue Mieter anzulocken. Das k\u00f6nnte dann auch die Bereitschaft der Immobilienbesitzer senken, ihre Immobilien im Quartier zu sanieren, weil sie m\u00f6glicherweise eher geringe Chancen sehen, die Wirtschaftlichkeit ihrer Immobilie in diesem Umfeld durch eine Sanierung zu steigern. Fehlende Sanierungen senken vielleicht erneut das Image des Quartiers, sodass sich die Abw\u00e4rtsspirale entwickelt, in der das Quartiersimage sowohl Ursache als auch Wirkung ist.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Ein problembehaftetes Beispiel sozialen Wohnungsbaus<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Die oben skizzierte Entwicklung kann so ablaufen, wie es beschrieben wurde. Aber es gibt nat\u00fcrlich auch andere m\u00f6gliche Szenarien. M\u00f6glicherweise entdecken etwa Kreative das Quartier und es bekommt pl\u00f6tzlich einen \u201ecoolen\u201c Touch, der sein Image verbessert und ihm generell die Chance gibt, aus dem Schatten der Unattraktivit\u00e4t zu treten. Diesen Weg hat der Mehringplatz in <a href=\"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/immobiliengutachter-in-der-bundeshauptstadt-berlin\">Berlin-Kreuzberg<\/a> wohl noch vor sich. Auf Wikipedia ist von Hochh\u00e4usern und von Wohnh\u00e4usern f\u00fcr sozial Benachteiligte die Rede, die das Quartier S\u00fcdliche Friedrichstadt und den Mehringplatz pr\u00e4gen. Die GEWOBAG bezeichnet das \u201eQuartier Mehringplatz in Kreuzberg als st\u00e4dtebauliches Beispiel f\u00fcr den sozialen Wohnungsbau der 1960er\u201c sowie als \u201eproblembehaftet. Aber es gibt mit der Zukunftswerkstatt Mehringplatz und den aus ihr entstandenen Arbeitsgruppen auch Initiativen, die Probleme verringern und damit auch das Image des Quartiers \u00e4ndern m\u00f6chten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Eine preisgekr\u00f6nte Zukunftsinitiative<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Zukunftswerkstatt war ein Gemeinschaftsprojekt der GEWOBAG und des Quartiersmanagements am Mehringplatz. Mit ihr sei 2011 vor Ort der erste Meilenstein gesetzt worden, \u201edamit der Mehringplatz wieder zu einem der sch\u00f6nsten Pl\u00e4tze Berlins wird\u201c, hei\u00dft es in einer GEWOBAG Pressemitteilung vom 25. Januar 2013 anl\u00e4sslich einer Anerkennung, die die Werkstatt beim Preis \u201eSoziale Stadt\u201c des Jahres 2012 erhalten hat. Laut Jury l\u00f6ste die Zukunftswerkstatt einen unumkehrbaren Prozess aus, der das \u201eMiteinander am Mehringplatz nachhaltig ver\u00e4ndert\u201c. Die Ergebnisse der Werkstatt wurden damals auf \u00fcber 150 Seiten dokumentiert und werden seither von den Arbeitsgruppen weiterentwickelt und realisiert. Es gibt die Arbeitsgruppen \u201eImage\u201c, \u201e\u00d6ffentlicher Raum\u201c, \u201eBauzaun\u201c, \u201eMittelfristige Platzgestaltung\u201c, \u201eGewerbe\u201c, \u201eWohnen und \u201eBildung f\u00fcr Kinder und Jugendliche\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Seit 2011 ist eine Menge passiert. Die GEWOBAG nennt als Belege f\u00fcr erfolgreiches Engagement am Mehringplatz unter anderem die Ansiedlung unterschiedlicher Gewerbe, das Bepflanzen des Platzes mit rund 45.000 Blumen, diverse Bildungsangebote f\u00fcr Kinder und Jugendliche und die Er\u00f6ffnung einer nachbarschaftlichen Begegnungsst\u00e4tte. Es tut sich also etwas am Mehringplatz, was sich auch positiv aufs Image des Quartiers auswirken k\u00f6nnte. Die Forscher des Projekts \u201eImiWo\u201c werden die Sache mit Spannung verfolgen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Ein professioneller Blick aufs Quartiersimage<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Projekt \u201eImages innenstadtnaher Wohnquartiere\u201c (ImiWo) l\u00e4uft seit August 2012 und noch bis zum Juli 2015. Es wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rdert. Innerhalb der Projektzeit sollen unter anderem die Fragen beantwortet werden, welche Rahmenbedingungen, Einflussfaktoren und Akteure in welchem Ma\u00dfe die Bildung eines Quartiersimages bestimmen, welche Strategien, Ma\u00dfnahmen und Instrumente das Image ver\u00e4ndern k\u00f6nnen und auf welchen Ebenen sich Wohnungsunternehmen in die Prozesse rund ums Quartiersimage einbringen k\u00f6nnen. Neben dem Mehringplatz in Berlin befindet sich dabei auch das Quartier Zellerau in <a href=\"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/immobiliengutachter-wuerzburg\">W\u00fcrzburg<\/a> im Fokus der Forscher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Forschungsprojekt wird bei seinen Analysen vermutlich tief in Ursache-Wirkungsgeflechte eintauchen, in denen \u00f6ffentliche R\u00e4ume, Gr\u00fcnfl\u00e4chen, Immobilienzust\u00e4nde, soziale Beziehungen und Nachbarschaften, Nahversorgung, \u00d6PNV und viele weitere Faktoren sich teils gegenseitig beeinflussen und in denen alle Faktoren auch mit dem Quartiersimage in einer Beziehung mit wechselseitiger Beeinflussung stehen. Manch ein Wohnquartier mit einem eher schlechten Image d\u00fcrfte gespannt verfolgen, welche Ergebnisse das Forschungsprojekt von seinen Tauchg\u00e4ngen in die Tiefen dieser Geflechte mitbringt. Wir tun es auch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Image besitzt nicht alleine bei Menschen einen gro\u00dfen Einfluss auf die Attraktivit\u00e4t, sondern auch bei Wohnquartieren. Die Erfolgschancen von Versuchen, ein Quartiersimage zu verbessern, k\u00f6nnten nach 2015 durch die Ergebnisse eines Forschungsprojekts mit dem Titel \u201eImages innenstadtnaher Wohnquartiere\u201c (ImiWo) steigen. 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