{"id":1499,"date":"2013-02-16T14:12:42","date_gmt":"2013-02-16T14:12:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1499"},"modified":"2020-11-18T16:32:16","modified_gmt":"2020-11-18T16:32:16","slug":"altena-die-burg-und-ein-aufzug-der-hoffnung-bringt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/altena-die-burg-und-ein-aufzug-der-hoffnung-bringt","title":{"rendered":"Altena, die Burg und ein Aufzug, der Hoffnung bringt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Manchmal klingen Ideen, eine Innenstadt zu beleben, erst einmal etwas eigent\u00fcmlich. In der Stadt Altena im nordrhein-westf\u00e4lischen M\u00e4rkischen Kreis soll beispielsweise ein Aufzug den Aufschwung bringen. Die Idee verliert allerdings schnell einiges von ihrer Eigent\u00fcmlichkeit, wenn man wei\u00df, wohin der Aufzug f\u00fchrt. Er soll die Stadt mit der Burg Altena verbinden und Menschen den Weg von der Stadt zur Burg vereinfachen. F\u00fcr den Aufzug m\u00fcssen allerdings ein Schacht und ein Tunnel gebohrt werden, sodass das Projekt mit knapp sieben Millionen Euro nicht ganz billig ist. Sollte der Aufzug aber wirklich zur Belebung der Stadt beitragen, ist er sein Geld vermutlich wert. Altena kann gute Ideen gut gebrauchen. Die Stadt hat in den letzten Jahrzehnten einen kr\u00e4ftigen Bev\u00f6lkerungsschwund erlebt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Die am schnellsten schrumpfende Stadt in NRW<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">1970 hatte Altena, die Sauerland-Stadt am Fluss Lenne, etwa 32.000 Einwohner. So viele sind es l\u00e4ngst nicht mehr. Das Portal \u201eDer Westen\u201c der WAZ-Gruppe nannte Altena im Juni 2012 die am schnellsten schrumpfende Stadt von NRW und die Statistiker verzeichneten Ende 2011 nur noch knapp 18.000 Einwohner. Der dramatische R\u00fcckgang der Bev\u00f6lkerung macht sich in mehrfacher Weise bemerkbar. So hat die Stadt seit 1999 etwa eine Grundschule, diverse Kindergartengruppen und ein Freibad geschlossen, hei\u00dft es in den Medien. Einen schweren Stand hat auch der Einzelhandel, etwa in Altenas Fu\u00dfg\u00e4ngerzone \u201eLennestra\u00dfe\u201c. Im Oktober 2012 berichtet das Portal come-on.de zwar von diversen Initiativen, um die Leerst\u00e4nde in der Stra\u00dfe zu reduzieren. Dennoch, so hie\u00df es damals, g\u00e4be es noch immer 28 leer stehende Gesch\u00e4ftsfl\u00e4chen, die der Stadt Probleme bereiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Bundesinstitut f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) schreibt auf seiner Website von einem Leerstand von 20 Prozent der Verkaufsfl\u00e4che auf der Lennestra\u00dfe. Das BBSR stellt die Situation in der Stadt auf einer Seite zum Modellvorhaben &#8222;Lennestra\u00dfe \u2013 Wir reduzieren den Leerstand&#8220; vor. Dieses Vorhaben wird im Rahmen des Programms \u201eExperimenteller Wohnungs- und St\u00e4dtebau\u201c und des Forschungsfeldes Leitprojekte &#8222;Kooperation konkret&#8220; realisiert. Neben Kaufkraftverlusten und abnehmender Kaukraftbindung sieht das BBSR \u201eheutigen Anspr\u00fcchen wenig angemessene Ladenlokale\u201c sowie ein \u201edem Hochwasser der Lenne geschuldeter Zugang der L\u00e4den \u00fcber Treppen\u201c als Gr\u00fcnde f\u00fcr die Leerst\u00e4nde. Eine der Ma\u00dfnahmen, um die Situation in Altena zu verbessern, ist der Bau des Aufzugs zur Burg.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Die Burg<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Altena selbst bezeichnet die Burg als \u201eeine der sch\u00f6nsten H\u00f6henburgen Deutschlands\u201c, die \u201edas Herz jedes Ritter- und Burgenromantikers h\u00f6her schlagen\u201c l\u00e4sst. 1912 wurde die Burg, die vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut wurde, zur ersten st\u00e4ndigen Jugendherberge der Welt. Ein Teil von ihr dient bis heute als Jugendherberge, die Originalr\u00e4ume von 1912 wurden allerdings in ein Museum umgewandelt. Auf dem Burgareal befindet sich daneben unter anderem das Museum der Grafschaft Mark. Gerade die H\u00f6henlage der Burg, die sie so reizvoll macht, ist aber auch ein gewisses Problem. Ihre Anbindung an die Innenstadt war lange Zeit alles andere als ideal. Von den etwa 110.000 Burgbesuchern pro Jahr sieht Altenas Innenstadt daher bisher wenig. Mit dem Aufzug k\u00f6nnte das anders werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Der Aufzug, der Stollen und die mit ihnen verbundenen Ziele<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">F\u00fcr den Zugang zur Burg wird einerseits ein Tunnel durch den Berg gegraben, andererseits entsteht ein 3 mal 3,60 Meter gro\u00dfer Schacht f\u00fcr den Aufzug, der bis zu 240 Personen pro Stunde transportieren soll. Der Stollen zum Aufzug wird eine Art Edutainment und Touristen damit auf attraktive Weise unter anderem Zugang zur s\u00fcdwestf\u00e4lischen Sagenwelt bieten. Sie werden auf virtuellem Wasser laufen, Bergbau-Flair erleben und schlie\u00dflich in einen unterirdischen Wartesaal kommen, von wo aus der Aufzug sie auf die Burg bringt. Insgesamt sollen 15 Personen in den Aufzug passen und innerhalb von etwa zwei Minuten den H\u00f6henunterschied von ungef\u00e4hr 75 Metern \u00fcberwinden. Der Generalplaner des Projekts ist eine Ingenieurgemeinschaft, der das Bochumer Unternehmen CDM Consult GmbH sowie die Essener Planungsgesellschaft Karnasch GmbH angeh\u00f6ren. Mitgestalter des Projekts ist auch die Arbeitsgemeinschaft HEL (Architektur und Ausstellungsgestaltung) mit \u201edem K\u00f6lner Architekten Klaus Hollenbeck, Mathias Lim und Partner aus K\u00f6ln und dem B\u00fcro expo2508 aus Bonn\u201c, hei\u00dft es auf dem Portal \u201eDer Westen\u201c am 23. Mai 2012. Er\u00f6ffnet wird der Aufzug m\u00f6glicherweise bereits im Dezember 2013.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&nbsp;Mit dem Bau des Aufzugs soll rund um den Einstieg in Altenas Innenstadt eine Wiederbelebung einhergehen, die Leerst\u00e4nde reduziert, Touristen in die Stadt bringt und damit zu einem erneuten Aufschwung Altenas beitr\u00e4gt. Und es klingt eigentlich alles so, als k\u00f6nne die Sache durchaus gelingen, zumal man in Altena laut BBSR auf ein \u00fcberdurchschnittlich stark entwickeltes b\u00fcrgerschaftliches Engagement setzen kann, dass sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat und dem eine herausragende Bedeutung bei der Projektentwicklung und -umsetzung zukommt. Ja, die Sache k\u00f6nnte tats\u00e4chlich funktionieren. W\u00fcnschen wir es Altena einfach. Eigentlich schade, dass nicht jede Stadt mit einem Bev\u00f6lkerungsschwund so eine schicke Burg hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal klingen Ideen, eine Innenstadt zu beleben, erst einmal etwas eigent\u00fcmlich. In der Stadt Altena im nordrhein-westf\u00e4lischen M\u00e4rkischen Kreis soll beispielsweise ein Aufzug den Aufschwung bringen. Die Idee verliert allerdings schnell einiges von ihrer Eigent\u00fcmlichkeit, wenn man wei\u00df, wohin der Aufzug f\u00fchrt. Er soll die Stadt mit der Burg Altena verbinden und Menschen den Weg [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2335,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ocean_post_layout":"","ocean_both_sidebars_style":"","ocean_both_sidebars_content_width":0,"ocean_both_sidebars_sidebars_width":0,"ocean_sidebar":"0","ocean_second_sidebar":"0","ocean_disable_margins":"enable","ocean_add_body_class":"","ocean_shortcode_before_top_bar":"","ocean_shortcode_after_top_bar":"","ocean_shortcode_before_header":"","ocean_shortcode_after_header":"","ocean_has_shortcode":"","ocean_shortcode_after_title":"","ocean_shortcode_before_footer_widgets":"","ocean_shortcode_after_footer_widgets":"","ocean_shortcode_before_footer_bottom":"","ocean_shortcode_after_footer_bottom":"","ocean_display_top_bar":"default","ocean_display_header":"default","ocean_header_style":"","ocean_center_header_left_menu":"0","ocean_custom_header_template":"0","ocean_custom_logo":0,"ocean_custom_retina_logo":0,"ocean_custom_logo_max_width":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_width":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_width":0,"ocean_custom_logo_max_height":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_height":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_height":0,"ocean_header_custom_menu":"0","ocean_menu_typo_font_family":"0","ocean_menu_typo_font_subset":"","ocean_menu_typo_font_size":0,"ocean_menu_typo_font_size_tablet":0,"ocean_menu_typo_font_size_mobile":0,"ocean_menu_typo_font_size_unit":"px","ocean_menu_typo_font_weight":"","ocean_menu_typo_font_weight_tablet":"","ocean_menu_typo_font_weight_mobile":"","ocean_menu_typo_transform":"","ocean_menu_typo_transform_tablet":"","ocean_menu_typo_transform_mobile":"","ocean_menu_typo_line_height":0,"ocean_menu_typo_line_height_tablet":0,"ocean_menu_typo_line_height_mobile":0,"ocean_menu_typo_line_height_unit":"","ocean_menu_typo_spacing":0,"ocean_menu_typo_spacing_tablet":0,"ocean_menu_typo_spacing_mobile":0,"ocean_menu_typo_spacing_unit":"","ocean_menu_link_color":"","ocean_menu_link_color_hover":"","ocean_menu_link_color_active":"","ocean_menu_link_background":"","ocean_menu_link_hover_background":"","ocean_menu_link_active_background":"","ocean_menu_social_links_bg":"","ocean_menu_social_hover_links_bg":"","ocean_menu_social_links_color":"","ocean_menu_social_hover_links_color":"","ocean_disable_title":"default","ocean_disable_heading":"default","ocean_post_title":"","ocean_post_subheading":"","ocean_post_title_style":"","ocean_post_title_background_color":"","ocean_post_title_background":0,"ocean_post_title_bg_image_position":"","ocean_post_title_bg_image_attachment":"","ocean_post_title_bg_image_repeat":"","ocean_post_title_bg_image_size":"","ocean_post_title_height":0,"ocean_post_title_bg_overlay":0.5,"ocean_post_title_bg_overlay_color":"","ocean_disable_breadcrumbs":"default","ocean_breadcrumbs_color":"","ocean_breadcrumbs_separator_color":"","ocean_breadcrumbs_links_color":"","ocean_breadcrumbs_links_hover_color":"","ocean_display_footer_widgets":"default","ocean_display_footer_bottom":"default","ocean_custom_footer_template":"0","ocean_post_oembed":"","ocean_post_self_hosted_media":"","ocean_post_video_embed":"","ocean_link_format":"","ocean_link_format_target":"self","ocean_quote_format":"","ocean_quote_format_link":"post","ocean_gallery_link_images":"off","ocean_gallery_id":[],"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1697,1700,966,1699,270,1698,1094],"class_list":["post-1499","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-immobilien-allgemein","tag-altena","tag-aufzug","tag-bbsr","tag-burg","tag-innenstadt","tag-modellprojekt","tag-nrw","entry","has-media"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1499"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2336,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1499\/revisions\/2336"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}