{"id":1598,"date":"2013-07-19T12:09:35","date_gmt":"2013-07-19T12:09:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1598"},"modified":"2020-11-18T15:57:27","modified_gmt":"2020-11-18T15:57:27","slug":"bahnstadt-in-heidelberg-mehrfach-rekordverdachtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/bahnstadt-in-heidelberg-mehrfach-rekordverdachtig","title":{"rendered":"Bahnstadt in Heidelberg \u2013 mehrfach rekordverd\u00e4chtig"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">&nbsp;Heidelberg ist mit seiner Bahnstadt aktuell gleich mehrfach rekordverd\u00e4chtig: Der neue <a href=\"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/bahnstadt-in-heidelberg-mehrfach-rekordverdachtig\">Stadtteil Heidelbergs<\/a> gilt als eins der gr\u00f6\u00dften st\u00e4dtebaulichen Projekte in Deutschland, mit dem zugleich eine der weltweit gr\u00f6\u00dften Passivhaussiedlung entsteht. Er wird laut <a href=\"http:\/\/heidelberg-bahnstadt.de\/\">Heidelberg-Bahnstadt.de<\/a> eine \u201elebendige Mischung aus Wohnen, Wissenschaft, Gewerbe und Kultur\u201c. SkyLabs ist eine der gro\u00dfen gewerblichen Immobilien der Bahnstadt, das \u201eStadttor Heidelberg\u201c eine andere. Das neue B\u00fcrogeb\u00e4ude des neuen Stadtteils gilt als weiterer Meilenstein des Projekt und hat j\u00fcngst er\u00f6ffnet.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify\">Kurzgeschichte der Bahnstadt<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">Alles begann 1997, als der Heidelberger G\u00fcter- und Rangierbahnhof stillgelegt wurde. Einige weitere Meilensteine: 2001 fand der st\u00e4dtebauliche Wettbewerb \u201eBahnstadt Heidelberg\u201c statt und sah das B\u00fcro Trojan &amp; Trojan als Sieger. In den Jahren 2007 und 2008 wurde die <a href=\"http:\/\/www.heidelberg.de\/servlet\/PB\/menu\/1171070\/index.html\">Entwicklungsgesellschaft Heidelberg<\/a> (EGH) gegr\u00fcndet und kaufte \u201e60 Hektar Bahnstadtgel\u00e4nde von der Bahn-Immobiliengesellschaft aurelis\u201c, hei\u00dft es in der Chronik auf Heidelberg-Bahnstadt.de. Die Entwicklungsgesellschaft besteht aus der LBBW Immobilien Management GmbH, der st\u00e4dtischen Gesellschaft f\u00fcr Haus- und Grundbesitz Heidelberg und der Sparkasse Heidelberg. In diese Zeitspanne 2007\/2008 f\u00e4llt auch die Ausformulierung des \u201eCampus\u201c als neues Element der Bahnstadt. Sie ist das Wissenschaftsareal des neuen Stadtteils.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der offizielle Startschuss f\u00fcr die Bahnstadt lag im Jahr 2009. 2010 beginnen die Arbeiten an SkyLabs; das Labor- und B\u00fcrogeb\u00e4ude ist Zentrum des Campus. Auch die ersten Wohnungen in der Bahnstadt entstehen 2010. 2011 wird die Bahnstadt dann ganz offiziell zum 15. Heidelberger Stadtteil. Am 16. September des Jahres feiert dann \u201eSkyLabs\u201c Richtfest, vier Tage sp\u00e4ter startete die Arbeit am B\u00fcrogeb\u00e4ude \u201eStadttor\u201c. Im Juni 2012 ziehen die ersten Menschen in die Bahnstadt ein und im November 2012 wird die Sanierung der ehemaligen G\u00fcterhallen in der Bahnstadt beschlossen. Die derzeitigen Betreiber der Halle 02 erhielten eine Verl\u00e4ngerung ihres Mietvertrags bis Ende 2014. Die Hallen sollen danach zur orts\u00fcblichen Miete vermietet werden und als ein zentraler Kultur- und Veranstaltungsort im neuen Stadtteil dienen. Von den 60 Hektar, die von der Entwicklungsgesellschaft Heidelberg (EGH) entwickelt werden, sind 16,5 Hektar f\u00fcr Gewerbe gedacht, neun Hektar f\u00fcrs Wohnen, 4,5 Hektar f\u00fcr den Campus. Der gesamte Stadtteil wird 116 Hektar gro\u00df. Insgesamt sollen hier einmal 5.000 Menschen leben und 7.000 Menschen arbeiten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify\">Stadttor Heidelberg und SkyLabs \u2013 zwei der Highlights<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">Das sogenannte Stadttor Heidelberg geh\u00f6rt zu den Highlights der Bahnstadt. Besitzer des aus zwei Bauk\u00f6rpern bestehenden Immobilien-Ensembles ist ein M\u00fcnchner DIC-Spezialfonds, der es Ende 2012 f\u00fcr 32 Millionen Euro von der Unm\u00fcssig-Gruppe erworben hat. Die gesamte B\u00fcroimmobilie besitzt eine Mietfl\u00e4che von etwa 10.500 m\u00b2. Die Vermietung lief gut, sodass am 19. Juli 2013 nur noch etwa 1.200 m\u00b2 Mietfl\u00e4che frei waren. Er\u00f6ffnet wurde das Stadttor Heidelberg offiziell im Juli 2013; das Nachfolgeprojekt Stadttor 2 ist bereits in Planung. SkyLabs ist mit 19.000 m\u00b2 Mietfl\u00e4che gr\u00f6\u00dfer als das Stadttor. Auf Sky-Labs.de wird das im Wissenschafts- und Forschungscampus liegende B\u00fcro- und Laborgeb\u00e4ude als gr\u00f6\u00dftes des Bahnstadt-Areals bezeichnet. Das Ensemble besteht aus zwei f\u00fcnfst\u00f6ckigen Immobilien (Block und Spine) sowie einem neunst\u00f6ckigen Tower. Beide Ensembles \u2013 Stadttor Heidelberg und SkyLabs \u2013 sind \u00e4u\u00dferst energieeffizient und passen damit ausgezeichnet ins nachhaltige Energiekonzept der Bahnstadt.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify\">Nachhaltigkeit und hohe Lebensqualit\u00e4t: ein Top-Mix<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">Die bedeutendste Besonderheit der Bahnstadt ist wohl ihr nachhaltiges Energiekonzept. Mittelfristig soll der Energiebedarf des gesamten Stadtteil durch regenerative Energien gedeckt werden, weshalb etwa die Stadtwerke Heidelberg in der Bahnstadt ein Holzheizkraftwerk plant. Der Bedarf an Heizenergie wird durch den fl\u00e4chendeckenden Passivhausstandard bei den Immobilien der Bahnstadt minimiert. So sollen \u201edie zuk\u00fcnftigen Bewohner unabh\u00e4ngiger von der Entwicklung der Energiepreise und der Verf\u00fcgbarkeit von Energietr\u00e4gern werden\u201c, hei\u00dft es im Energiefolder der Bahnstadt, der von der Stadt und der Entwicklungsgesellschaft Heidelberg herausgegeben wurde. Als Passivh\u00e4user gen\u00fcgen die Immobilien der Bahnstadt den vom Passivhaus-Institut definierten Standards. Das bedeutet dann etwa, dass ihr Heizw\u00e4rmebedarf bei weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt und der Prim\u00e4renergiebedarf einschlie\u00dflich Warmwasser und Haushaltstrom 120 kWh\/m\u00b2 unterschreitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Insgesamt verbraucht ein Passivhaus 90 Prozent weniger Heizw\u00e4rme als gew\u00f6hnliche Geb\u00e4ude. Pro Jahr und Quadratmeter Wohnfl\u00e4che soll der Heiz\u00f6lbedarf bei nur 1,5 Liter liegen. M\u00f6glich wird das durch das Prinzip \u201eW\u00e4rmeverluste vermeiden und freie W\u00e4rmegewinne nutzen\u201c. Realisiert wird das Prinzip etwa durch extrem gut ged\u00e4mmte Geb\u00e4ude, durch spezielle, die W\u00e4rme gut im Haus haltende Dreischeibenfenster, die konsequente Nutzung von Solarw\u00e4rme sowie von W\u00e4rme, die durch Bewohner und Ger\u00e4te im Haus entsteht. Durch die konsequente Umsetzung all dieser und weiterer Ma\u00dfnahmen wird die Bahnstadt als eins der gr\u00f6\u00dften Passivhaus-Projekte der Welt vielleicht auch eine Art Feldforschung, die neue Ma\u00dfst\u00e4be in der Realisierung des Passivhauskonzepts setzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Viel Wert wird beim Konzept der Bahnstadt zus\u00e4tzlich auf bauliche Elemente gelegt, die dem gemeinschaftlichen Leben der im neuen Stadtteil wohnenden Menschen dienen. Entwickelt wird ein Stadtteil mit hoher Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr alle Generationen und Lebenssituationen, wird der Anspruch an die Bahnstadt formuliert. In der Bahnstadt werden etwa Gesch\u00e4fte, Arztpraxen, ein B\u00fcrger- und ein Kulturzentrum entwickelt. Dar\u00fcber hinaus es wird unter anderem einen Nachbarschaftstreff, Spielpl\u00e4tze und Gr\u00fcnfl\u00e4chen, eine Grundschule sowie Kindertagesst\u00e4tten und ein Gro\u00dfkino geben. Und das spricht dann wohl tats\u00e4chlich f\u00fcr einen Stadtteil, in dem es sich ausgesprochen gut leben l\u00e4sst. Spannende Dinge passieren in Heidelberg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;Heidelberg ist mit seiner Bahnstadt aktuell gleich mehrfach rekordverd\u00e4chtig: Der neue Stadtteil Heidelbergs gilt als eins der gr\u00f6\u00dften st\u00e4dtebaulichen Projekte in Deutschland, mit dem zugleich eine der weltweit gr\u00f6\u00dften Passivhaussiedlung entsteht. 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