{"id":1626,"date":"2013-08-27T07:56:52","date_gmt":"2013-08-27T07:56:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1626"},"modified":"2020-11-18T15:49:12","modified_gmt":"2020-11-18T15:49:12","slug":"kunst-am-plattenbau-als-berliner-quartiers-event","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/kunst-am-plattenbau-als-berliner-quartiers-event","title":{"rendered":"Kunst am Plattenbau als Berliner Quartiers-Event"},"content":{"rendered":"<p>Der Berliner Stadtteil Lichtenberg versucht bereits zum zweiten Mal mit seinem Plattenbau-Erbe aus DDR Zeiten k\u00fcnstlerisch Furore zu machen. Gleichzeitig soll dabei das ehemals zum Ostbezirk der geteilten Stadt geh\u00f6rende Quartier optisch aufgewertet werden. Die k\u00fcnstlerische Neugestaltung der unansehnlichen Plattenbau-Fassaden ist aber keine von oben herab verordnete, st\u00e4dtebauliche Ma\u00dfnahme, sie soll zum Street-Event f\u00fcr die Kiezbewohner werden, bei dem alle zum Mitmachen aufgerufen sind. Die Idee dieser volksnahen Art der Stadtgestaltung stammt von der <a href=\"http:\/\/www.howoge.de\/\">Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE<\/a>. Die lie\u00df schon im Jahr 2012 eine Plattenbau-Fassade vor den Augen der Lichtenberger Kiezbewohner k\u00fcnstlerisch gestalten. Jetzt geht\u00b4s in die zweite Runde Kunst am Plattenbau mit B\u00fcrgerbeteiligung.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nDer Startschuss in der Frankfurter Allee<\/strong><br \/>\nBegonnen hat das Public-Art-Projekt im Sommer des Jahres 2012 in der Frankfurter Allee 192. Der K\u00fcnstler Christian Awe hatte die Ausschreibung zur \u00f6ffentlichen Gestaltung eines Baukunstwerkes gewonnen und begann seine Arbeit am unscheinbaren Lichtenberger Hochhaus der Berliner Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE, die das Kunstprojekt ins Leben gerufen hatte. Schon damals wurde der kreative Prozess des entstehenden Kunstwerkes zum \u00f6ffentlichen Event, an dem nicht nur die Mieter aus der Frankfurter Allee 192 teilhatten. Die Bev\u00f6lkerung durfte live miterleben, wie Christian Awe ein knallbuntes, 500 Quadratmeter gro\u00dfes Fassadenkunstwerk schuf. \u201aKunst ist nicht elit\u00e4r, sondern f\u00fcr alle da\u2018 hie\u00df die Devise der HOWOGE f\u00fcr das aufsehenerregende Event. So entstand unter den Augen der Berliner und der Schirmherrschaft des Berliner Senators f\u00fcr Stadtentwicklung und Umwelt ein neuer Anziehungspunkt f\u00fcr kunstinteressierte Besucher der Stadt. Um die ausgerufene Devise auch praktisch umzusetzen, bezog die HOWOGE die B\u00fcrger auch ganz direkt in den k\u00fcnstlerischen Schaffensprozess mit ein. Interessierte Kinder und Jugendliche durften Christian Awe aktiv bei der Fassadenmalerei helfen. Das ist gelebte Stadtgestaltung.<\/p>\n<p><strong>Ein Jahr sp\u00e4ter die Fortsetzung<\/strong><br \/>\nIn diesem Sommer macht die HOWOGE mit einer weiteren Ausschreibung erneut Ernst in Sachen b\u00fcrgernahe Fassadengestaltung der k\u00fcnstlerischen Art. Die 500 Quadratmeter tristes Grau einer weiteren Plattenbau-Fassade im Berliner Bezirk Lichtenberg sollen ebenfalls farbenfroh versch\u00f6nert werden. F\u00fcr dieses neue Open-Air-Kunstprojekt k\u00f6nnen sich noch bis zum 30. September auf internationaler Ebene K\u00fcnstler oder K\u00fcnstlergruppen bewerben. Und auch dieses Mal soll ein Event f\u00fcr die Kiezbev\u00f6lkerung aus der k\u00fcnstlerischen Wandgestaltung werden.<\/p>\n<p><strong>Art in the Streets<\/strong><br \/>\nKunst und Stra\u00dfe sind in <a href=\"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/immobiliengutachter-in-der-bundeshauptstadt-berlin\">Berlin Lichtenberg<\/a> keine Gegens\u00e4tze mehr. Nicht einmal vor dem Volkssport Fu\u00dfball machen die Kunstbeflissenen hier halt. Unter dem Motto \u201aStreet meets Art\u2018 sollen im Rahmen der Lichtenberg Open ART nicht nur Fassaden bemalt werden, es wird auch gekickt. K\u00fcnstler und Galeristen aus der Berliner Szene werden da n\u00e4mlich als Mannschaft gegen Fu\u00dfballer aus dem Kiez antreten. Interessierte Kreativ-Teams k\u00f6nnen sich f\u00fcr diesen Wettbewerb bei der HOWOGE anmelden.<br \/>\nAuch die n\u00e4chste Runde in der kreativen Fassadengestaltung des Bezirks l\u00e4dt wieder Kinder und Jugendliche zur aktiven Teilnahme ein. Diesmal h\u00e4lt das K\u00fcnstlerduo Various &amp; Gold einen Workshop ab, an dessen Ende eine weitere Lichtenberger Wand in farbenfroher Kunst erstrahlen soll. In der HOWOGE-Arena Hans Zoschke werden die Kids unter Anleitung der beiden K\u00fcnstler die lange Wand am Eingang in die Ruschstra\u00dfe gestalten. Nat\u00fcrlich kann der kreative Prozess auch hier von interessierten Berlinern live be\u00e4ugt werden.<br \/>\n<strong><br \/>\nDer internationale Wettbewerb<\/strong><br \/>\nDie internationale Kunstszene schaut auf diese Stadt. Denn die Berliner Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE lobt erneut einen Wettbewerb zur kreativen Quartiersgestaltung aus. Auch diesmal geht es, wie schon im Vorjahr, um Kunst am Plattenbau. Denn von diesen kommunistisch anmutenden Bauwerken stehen in Lichtenberg noch viele Exemplare. Die fensterlosen Giebel dieser architektonisch tristen Wohngeb\u00e4ude haben gro\u00dfe Freifl\u00e4chen zu bieten, an denen sich der Gewinner dieser Ausschreibung wieder kreativ bet\u00e4tigen darf. 500 Quadratmeter stehen dem K\u00fcnstler f\u00fcr seinen Entwurf zur freien Verf\u00fcgung, wenn er \u00fcber die erste Bewerbungsphase hinaus gekommen ist, denn es gibt keine Themenvorgabe. Anfang des n\u00e4chsten Jahres wird die Jury aus den eingereichten Entw\u00fcrfen denjenigen ausw\u00e4hlen, der das n\u00e4chste k\u00fcnstlerische Open-Air-Event in Berlin Lichtenberg bestreiten darf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Berliner Stadtteil Lichtenberg versucht bereits zum zweiten Mal mit seinem Plattenbau-Erbe aus DDR Zeiten k\u00fcnstlerisch Furore zu machen. Gleichzeitig soll dabei das ehemals zum Ostbezirk der geteilten Stadt geh\u00f6rende Quartier optisch aufgewertet werden. 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