{"id":1636,"date":"2013-09-03T19:11:23","date_gmt":"2013-09-03T19:11:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1636"},"modified":"2020-11-18T11:03:51","modified_gmt":"2020-11-18T11:03:51","slug":"grossprojekt-kailine-in-luebeck-von-buergerschaft-gekippt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/grossprojekt-kailine-in-luebeck-von-buergerschaft-gekippt","title":{"rendered":"Gro\u00dfprojekt KaiLine in L\u00fcbeck von B\u00fcrgerschaft gekippt"},"content":{"rendered":"<p>Obwohl das L\u00fcbecker Prestige-Projekt KaiLine in der Realisierung schon weit fortgeschritten war, wurde es jetzt in letzter Sekunde von der B\u00fcrgerschaft verhindert.<\/p>\n<p><b>Das war KaiLine<\/b><\/p>\n<p>Das Projekt sollte eine Fl\u00e4che von 85.000 Quadratmetern umfassen und bereits im n\u00e4chsten Jahr erschlossen werden. Geplant waren etwa 450 Wohnungen, 16.000 Quadratmeter Fl\u00e4che f\u00fcr B\u00fcros und Hotellerie und 9.000 Quadratmeter Fl\u00e4che f\u00fcr die Gastronomie und den Einzelhandel. Verwirklicht werden sollten diese ehrgeizigen Pl\u00e4ne auf einer Halbinsel, die unmittelbar der historischen Altstadt L\u00fcbecks vorgelagert inmitten der Trave liegt. Die vom Wasser gepr\u00e4gte Stadt wollte sich mit der KaiLine als moderne Kulturhauptstadt des Nordens pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p><b>Die Historie des Luxus-Projektes<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Zum Ende des Jahres 2012 wurde der erste Anhandgabevertrag f\u00fcr die KaiLine von der <a href=\"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/immobiliengutachter-luebeck\">Hansestadt L\u00fcbeck<\/a> und der Volker Schl\u00fcschen und J\u00fcrgen Wernekinck GbR unterschrieben. Die B\u00fcrgerschaft entschied die Anhandgabe f\u00fcr zwei Grundst\u00fccke im November. Die Stadt plante in Zusammenarbeit mit dem Koordinierungsb\u00fcro Wirtschaft L\u00fcbeck KWL die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs. Der Baubeginn wurde f\u00fcr Anfang 2014 angesetzt.<\/li>\n<li>Die<a href=\"http:\/\/www.die-birl.de\/main.htm\"> B\u00fcrgerinitiative \u201aRettet L\u00fcbeck\u2018<\/a> hatte Klage gegen das Projekt KaiLine eingelegt, weil sie f\u00fcr den Erhalt alter Hafenschuppen k\u00e4mpfen wollte. Diese Klage wurde jedoch im Februar 2013 \u00fcberraschend zur\u00fcckgezogen. &nbsp;Der Weg zur Verwirklichung des aufw\u00e4ndigen Projekts schien nun endg\u00fcltig frei.<\/li>\n<li>Anfang M\u00e4rz wurden zwei weitere Fl\u00e4chen in attraktiver Lage an der Uferpromenade zur Bebauung angeboten.<\/li>\n<li>Am 15. M\u00e4rz wurde von den Investoren und den Vertretern der Stadtplanung das R\u00fcckfragekolloquium f\u00fcr die beiden anhandgegebenen Grundst\u00fccke abgehalten. Die zehn Teilnehmer am Architektenwettbewerb zum Projekt KaiLine reisten ebenfalls aus der ganzen Bundesrepublik zum Termin an. Der Jury-Entscheid f\u00fcr den Sieger-Entwurf wurde f\u00fcr den 14. Juni anberaumt. Als Baubeginn war der M\u00e4rz 2014 vorgesehen.<\/li>\n<li>Zum Sieger des Architektenwettbewerbs f\u00fcr das erste Geb\u00e4ude mit vier Bl\u00f6cken wird das L\u00fcbecker B\u00fcro Petersen, P\u00f6rksen und Partner gek\u00fcrt. Den Grundst\u00fccksverkauf beschlie\u00dft die B\u00fcrgerschaft noch und plant den Baubeginn f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2014 ein.<\/li>\n<li>Nachdem sich die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse in der L\u00fcbecker B\u00fcrgerschaft nach Kommunalwahlen ge\u00e4ndert hatten, musste die Abgabefrist f\u00fcr die Angebote der n\u00e4chsten beiden Grundst\u00fccke im Juli verl\u00e4ngert werden. F\u00fcr den Beschluss der Anhandgabe sollte das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen abgewartet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Das Aus f\u00fcr die KaiLine<\/b><\/p>\n<p>Obwohl die KaiLine auf der n\u00f6rdlichen Wallhalbinsel in ihrer Planung bereits so weit gediehen war, hat die B\u00fcrgerschaft dem Millionenprojekt auf ihrer Sitzung im August eine endg\u00fcltige Absage erteilt. Eine Mehrheit von 26 Stimmen der insgesamt 48 B\u00fcrgerschaftsmitglieder bescherten der KaiLine nach einer hitzigen, vier Stunden dauernden Debatte das Aus. Der Bebauungsplan war einst von einer rot-rot-gr\u00fcnen Mehrheit beschlossen worden. Die L\u00fcbecker Nachrichten meldeten, dass jetzt die CDU zusammen mit den Gr\u00fcnen und der Linken die ablehnenden Stimmen vergeben hatten, welche f\u00fcr die Abfuhr verantwortlich seien.<\/p>\n<p><b>Jubel auf der einen Seite, Schock und Trauer auf der anderen<\/b><\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerinitiative \u201aRettet L\u00fcbeck\u2018 konnte ihr sp\u00e4tes Gl\u00fcck kaum fassen und veranstaltete eine jubelreiche Grillparty mit KaiLine Gegnern vor einem der geretteten Hafenschuppen. Denn die historischen Schuppen, f\u00fcr deren Erhalt man gek\u00e4mpft hatte, k\u00f6nnen nun bleiben, wo sie schon von alters her stehen. Die Initiative \u201aL\u00fcbeck 13\u2018 hatte 20.000 Unterschriften zur Verhinderung des Projekts zusammen getragen, weil bef\u00fcrchtet wurde, eine zweite Hamburger Hafencity vor die Nase gesetzt zu bekommen. Auch bei diesen Aktiven war der Jubel nat\u00fcrlich gro\u00df.<\/p>\n<p>Der Senat will jedoch geschlossen f\u00fcr das Projekt KaiLine weiterk\u00e4mpfen. Der Bausenator Franz-Peter Boden begr\u00fcndet diesen Ehrgeiz mit dem Schaden, den die sp\u00e4te Ablehnung des millionenschweren Prestige-Projekts der Stadt seiner Meinung nach bringen w\u00fcrde. Auch f\u00fcr die Investoren endet mit der Entscheidung um 21.00 Uhr ein schwarzer Tag. Sie wollen nach eigener Aussage dagegen klagen.<\/p>\n<p><b>Die Zukunftschancen<\/b><\/p>\n<p>Zwar muss das KWL die zweite Ausschreibung von Baufl\u00e4chen jetzt stoppen, doch die Hoffnung haben die Bef\u00fcrworter der KaiLine noch nicht aufgegeben.&nbsp; Sie pl\u00e4dieren f\u00fcr einen B\u00fcrgerentscheid und setzen darauf, dass die L\u00fcbecker B\u00fcrger das Projekt wieder aufleben lassen. Der B\u00fcrgermeister Jan Lindenau hat angek\u00fcndigt, die Verkaufsvorlage vorzulegen,&nbsp; obwohl das Projekt eigentlich gekippt wurde. Die SPD arbeitet derweil im Hintergrund an m\u00f6glichen Kompromissen in alle Fraktionsrichtungen. Man k\u00f6nne Teile der Hafenschuppen und den Beachclub erhalten, selbst wenn das KaiLine Projekt doch noch realisiert werden sollte, meint die Partei. Au\u00dferdem macht die SPD den Vorschlag zur G\u00fcte, 25 Prozent der geplanten Wohnungen im Sozialen Wohnungsbau umzusetzen. Auch die geplante Architektur k\u00f6nne im Nachhinein noch ver\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p>Man darf also gespannt sein, wie die aufregende Geschichte dieses einzigartigen Immobilien-Thrillers weitergeht. Denn das letzte Wort ist in Sachen KaiLine noch l\u00e4ngst nicht gesprochen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl das L\u00fcbecker Prestige-Projekt KaiLine in der Realisierung schon weit fortgeschritten war, wurde es jetzt in letzter Sekunde von der B\u00fcrgerschaft verhindert. Das war KaiLine Das Projekt sollte eine Fl\u00e4che von 85.000 Quadratmetern umfassen und bereits im n\u00e4chsten Jahr erschlossen werden. 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