{"id":1836,"date":"2013-11-25T12:58:17","date_gmt":"2013-11-25T12:58:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1836"},"modified":"2020-11-18T10:23:04","modified_gmt":"2020-11-18T10:23:04","slug":"die-fassade-als-gruene-lunge-des-hauses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/die-fassade-als-gruene-lunge-des-hauses","title":{"rendered":"Die Fassade als gr\u00fcne Lunge des Hauses"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne Fassaden sind nicht nur optisch reizvoll, sie haben auch einen ganz praktischen Sinn. Denn begr\u00fcnte W\u00e4nde schlucken Schmutz und Schall. Mit der entsprechenden Bepflanzung kann man sich also eine gr\u00fcne Lunge f\u00fcr sein Haus wachsen lassen. Die beste Zeit daf\u00fcr ist der Herbst.<\/p>\n<p><b>Im Nu kommt die Wand zu ihrem gr\u00fcnen Kleid<\/b><br \/>\nViele Rankpflanzen erobern sich die Fassade schneller, als mancher Hausbesitzer denkt. Wilder Wein oder Efeu streben so eifrig gen Himmel, dass sich schon nach kurzer Zeit ein ansehnliches Bl\u00e4ttergeflecht entwickelt. Da muss der Fassadeng\u00e4rtner aufpassen, dass sich die Pracht nicht bis zum Nachbarn ausbreitet. Denn der k\u00f6nnte unter Umst\u00e4nden empfindlich reagieren. Sind doch die Vorurteile gegen das \u00fcppige Fassadengr\u00fcn mindestens genauso tief verwurzelt wie die rankenden Pflanzen selbst. Die Meinung, dass die gr\u00fcnen Kletterbl\u00e4tter dem Putz schaden ist sehr verbreitet. Und auch die Annahme, dass sich im Bl\u00e4ttergeflecht unkontrolliert Ungeziefer ansammelt, ist nicht auszurotten. Ebenso wenig wie die Angst, dass die Krabbeltierchen auf dem Rankweg ungehindert ins Haus gelangen.<\/p>\n<p><b>Unbegr\u00fcndete Bef\u00fcrchtungen<\/b><br \/>\nDie Bef\u00fcrchtung, dass man sich mit den Wandpflanzen ungebetene Bewohner ins Haus holen k\u00f6nnte, ist unbegr\u00fcndet. Denn die Fauna, welche das Bl\u00e4tterwerk bev\u00f6lkert, f\u00fchlt sich im Gr\u00fcn der Fassade viel wohler als im Inneren des Hauses. Im kleinen Biotop, das sich dort mit der Zeit entwickelt, ist schlie\u00dflich gen\u00fcgend Futter vorhanden. Und die \u00fcppige Bl\u00e4tterpracht bietet Unterschlupf und Verstecke. Nicht nur Spinnen, Bienen und Schmetterlinge kann der Hausbewohner dort bald beobachten, auch Eichh\u00f6rnchen klettern hier gerne herum. Hausbesitzer, die ihre Fassadenbepflanzung entfernen, m\u00fcssen hingegen bald feststellen, dass sich die Spinnen und andere Krabbeltiere angesichts der kahlen Wand nun im Inneren auf die Suche nach alternativen Nahrungsquellen machen.<\/p>\n<p><b>Die echten Probleme<\/b><br \/>\nFassadengr\u00fcn kann dem Hausbesitzer durchaus Probleme bescheren, wenn er sich un\u00fcberlegt f\u00fcr die falsche Bepflanzung entscheidet. Das Efeu hat beispielsweise so starke Haftwurzeln, dass man sich mit dieser Pflanze auf einen Bund f\u00fcrs Leben einstellen muss. Ohne Spuren wird man diesen eifrigen Wanderer an der Wand nicht mehr los. V\u00f6llig ungeeignet ist diese Pflanze f\u00fcr alte Fassaden, die bereits Fugen und Risse aufweist. Rankendes Efeu kann solche Probleme mit seinen haftenden Wandwurzlen derart verschlimmern, dass sich Feuchtigkeit einnisten kann. Dann f\u00fchlen sich unter Umst\u00e4nden nicht mehr nur Insekten in der Fassadenbegr\u00fcnung wohl, sondern auch Pilze und Schimmel. Bei der Pflanzenwahl ist also Vorsicht geboten.<\/p>\n<p><b>Das richtige Gr\u00fcn f\u00fcr die Fassade<\/b><br \/>\nDie Auswahl an Rankpflanzen zur Fassadenbegr\u00fcnung ist gro\u00df. W\u00e4hlt man beispielsweise den wilden Wein zur Wandbepflanzung aus, ist die Fassade schnell begr\u00fcnt, doch im Winter sind die rankenden \u00c4ste kahl. Daf\u00fcr ist der wilde Wein pflegeleicht und braucht nicht viel Zuwendung. Hopfen oder Clematis ranken zwar in Sch\u00f6nheit gen Dachfirst, \u00fcberdauern aber leider nur ein paar Jahre. Die Kletterrose erbl\u00fcht in voller Pracht und verwandelt die Fassade in ein Farbenmeer. Allerdings nicht ohne die entsprechend intensive Pflege. Auch der Blauregen ist ein pr\u00e4chtiger Fassadenkletterer. Diese Pflanze muss man jedoch in ihre Schranken weisen, sonst \u00fcberwuchert und verstopft sie die Regenrinnen und zerst\u00f6rt mit ihren starken Trieben sogar die Regenrohre. Bei der Auswahl der passenden Kletterpflanze muss nat\u00fcrlich auch ber\u00fccksichtigt werden, ob sie eigenst\u00e4ndig mit Haftwurzeln die Fassade erklimmen kann, oder ob sie zum Ranken Hilfe ben\u00f6tigt. Extra angebrachte Seilz\u00fcge, Stahlnetze, Holzgitter oder andere Rankhilfen bedeuten einen zus\u00e4tzlichen Aufwand.<\/p>\n<p><b>Sch\u00f6nheit mit praktischem Mehrwert<\/b><br \/>\nBegr\u00fcnte Fassaden sind nicht nur sch\u00f6n anzusehen, sie sind auch umweltfreundlich. Denn die rankenden Bl\u00e4tter verwandeln Kohlendioxid in Sauerstoff und sorgen so f\u00fcr saubere Luft. Manche St\u00e4dte f\u00f6rdern deshalb die Wandbegr\u00fcnung mit Zusch\u00fcssen von bis zu 6000 Euro. Insgesamt 30 deutsche St\u00e4dte beteiligen sich bereits an den Kosten f\u00fcr die luftreinigende Fassadenbepflanzung. So ein gr\u00fcner Wandteppich kann aber noch mehr. Besonders jene Pflanzen, die ihre Bl\u00e4tterpracht das ganze Jahr \u00fcber behalten, bieten dem Haus umfassenden Schutz. Weder intensives UV-Licht noch Wettereinfl\u00fcsse wie Wind, Regen und Hagel k\u00f6nnen der Fassade unter dem Bl\u00e4ttergeflecht etwas anhaben. Auch die gleichm\u00e4\u00dfigen Temperaturen, f\u00fcr die das Fassadengr\u00fcn sorgt, wirken sich positiv auf die Haltbarkeit des Putzes aus. Dar\u00fcber hinaus wirkt der Bl\u00e4tterteppich wie eine zweite D\u00e4mmschicht. Die W\u00e4rmedurchl\u00e4ssigkeit der Wand erh\u00f6ht sich durch das dichte Gr\u00fcn um bis zu 30 Prozent. Das kann Energieeinsparungen von bis zu f\u00fcnf Prozent einbringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne Fassaden sind nicht nur optisch reizvoll, sie haben auch einen ganz praktischen Sinn. Denn begr\u00fcnte W\u00e4nde schlucken Schmutz und Schall. Mit der entsprechenden Bepflanzung kann man sich also eine gr\u00fcne Lunge f\u00fcr sein Haus wachsen lassen. Die beste Zeit daf\u00fcr ist der Herbst. 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