{"id":1879,"date":"2013-12-13T10:29:08","date_gmt":"2013-12-13T10:29:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1879"},"modified":"2020-11-18T09:43:19","modified_gmt":"2020-11-18T09:43:19","slug":"die-grosse-koalition-aus-sicht-der-immobilienbranche-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/die-grosse-koalition-aus-sicht-der-immobilienbranche-2","title":{"rendered":"Die gro\u00dfe Koalition aus Sicht der Immobilienbranche"},"content":{"rendered":"<p>Der Koalitionsvertrag ist unter Dach und Fach, seine Umsetzung h\u00e4ngt jetzt nur noch von den <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/\">Mitgliedern der SPD<\/a> ab. Auch die Immobilienwirtschaft hat mit Spannung das gemeinsame Werk von Union und Sozialdemokraten erwartet. Der Vertrag der GroKo enth\u00e4lt denn auch einige f\u00fcr die Branche relevante Punkte. Mieterh\u00f6hungen sollen k\u00fcnftig von Gesetzes wegen begrenzt werden und auch f\u00fcr Makler und Verwalter wird sich so manches \u00e4ndern. Au\u00dferdem enth\u00e4lt der Koalitionsvertrag neue Regelungen zum Thema Bauen, Sanieren, St\u00e4dtebau und Energieeffizienz.<\/p>\n<h2>Bezahlbares Wohnen f\u00fcr Alle als Ziel<\/h2>\n<p>Das B\u00fcndnis f\u00fcr Wohnen will den Wohnungsbau st\u00e4rken, den sozialen Wohnungsbau wieder beleben, die Mieten auch in Ballungsr\u00e4umen bezahlbar halten und beim Thema Wohnen Generationengerechtigkeit schaffen. Die Wohn- und Lebensqualit\u00e4t soll dadurch f\u00fcr die Menschen sowohl in der Stadt als auch auf dem Land verbessert werden.<\/p>\n<h2>\u00b7 St\u00e4rkung des Wohnungsbaus<\/h2>\n<p>Die Wohnungsbaupr\u00e4mie und die Sparzulage f\u00fcr Arbeitnehmer bleiben bestehen. Die Rahmenbedingungen f\u00fcr das genossenschaftliche Wohnen sollen verbessert und der Erwerb von Anteilen gezielter gef\u00f6rdert werden. Die Initiative zur F\u00f6rderung von studentischem Wohnraum wird fortgesetzt.<\/p>\n<h2>\u00b7&nbsp;Mehr Wohnbauland<\/h2>\n<p>Verbilligte Konversionsliegenschaften aus der \u00f6ffentlichen Hand sollen dazu einen Beitrag leisten. Die Kommunen sollen bei dieser Aufgabe durch die Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<h2>\u00b7 Sozialer Wohnungsbau<\/h2>\n<p>F\u00fcr den Bau neuer Sozialwohnungen und die sozialvertr\u00e4gliche Sanierung von Altbest\u00e4nden werden bis Ende 2019 zweckgebundene Mittel in H\u00f6he von 518 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung gestellt. Die L\u00e4nder sollen sich mit Eigenmitteln an den Vorhaben beteiligen. Das Wohngeld soll an die Gegebenheiten bei den Bestandsmieten und der Einkommensentwicklung angepasst werden.<\/p>\n<h2>\u00b7&nbsp;Begrenzung von Mieterh\u00f6hungen<\/h2>\n<p>St\u00e4dte mit angespannten M\u00e4rkten sollen die M\u00f6glichkeit bekommen, Wiedervermietungen mit einer Mietpreisobergrenze zu belegen. Die Erh\u00f6hung soll dann nicht mehr als zehn Prozent \u00fcber der orts\u00fcblichen Vergleichsmiete liegen d\u00fcrfen. Diese Grenze gilt jedoch nicht f\u00fcr Neuvermietungen oder Anschlussvermietungen nach Modernisierung. Modernisierungskosten sollen j\u00e4hrlich lediglich bis zu zehn Prozent umgelegt werden d\u00fcrfen, und zwar nur noch so lange, bis sich die Kosten amortisiert haben. Gepr\u00fcft werden k\u00fcnftig Instrumente gegen die Vernachl\u00e4ssigung von Wohnraum durch den Vermieter.<\/p>\n<h2>\u00b7&nbsp;Das Bestellprinzip<\/h2>\n<p>Bei der Beauftragung von Maklern soll in Zukunft das Motto \u201eWer bestellt, der bezahlt\u201c gelten. Bundeseinheitlich sollen gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Anreize f\u00fcr bessere Beratung enthalten. Dazu soll die Verg\u00fctung erfolgsunabh\u00e4ngig gestaltet werden und sich am Beratungsaufwand orientieren. F\u00fcr die Berufsst\u00e4nde der Immobilienmakler und \u2013verwalter soll es in Zukunft gesetzliche Mindestanforderungen geben.<\/p>\n<h2>\u00b7 Generationengerechtes Wohnen<\/h2>\n<p>Generationengerechter, weil barrierefreier, Wohnraum f\u00fcr \u00e4ltere Menschen soll vermehrt geschaffen werden. Das Programm \u201aAltersgerecht Umbauen\u2018 wird solche Projekte mit Investitionszusch\u00fcssen aus KfW-Mitteln unterst\u00fctzen.<\/p>\n<h2>\u00b7&nbsp;Energetische Sanierung<\/h2>\n<p>Das bereits bestehende KfW-Programm zur energetischen Geb\u00e4udesanierung soll nochmals aufgestockt werden. Das Procedere soll zudem deutlich vereinfacht werden. Die steuerliche F\u00f6rderung aus dem Vertragsentwurf ist im endg\u00fcltigen Koalitionsvertrag jedoch nicht mehr enthalten.<\/p>\n<h2>Weiterentwicklung der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung<\/h2>\n<p>Gemeinsam mit den Verantwortlichen im Bund, in den L\u00e4ndern und den Gemeinden will die neue Regierung die bew\u00e4hrte St\u00e4dtebauf\u00f6rderung weiter entwickeln. Umbauprogramme in Ost und West sollen vereinheitlicht werden. Dazu geh\u00f6rt auch der Erhalt von Denkm\u00e4lern als gesamtstaatliche Aufgabe.<\/p>\n<h2>\u00b7 Gef\u00f6rderter St\u00e4dtebau<\/h2>\n<p>Die St\u00e4dtebauf\u00f6rderung sieht die gro\u00dfe Koalition als Erfolgsmodell an. Die Bundesmittel daf\u00fcr sollen deshalb j\u00e4hrlich erh\u00f6ht und zusammen mit anderen F\u00f6rderprogrammen geb\u00fcndelt eingesetzt werden.<\/p>\n<h2>\u00b7&nbsp;Die soziale Stadt<\/h2>\n<p>Das bereits bestehende Programm \u201aSoziale Stadt\u2018 wird weiter gef\u00fchrt und zur ressort\u00fcbergreifenden Strategie ausgebaut. Gebiete mit erh\u00f6hten Integrationsanforderungen sollen dazu geb\u00fcndelte Mittel aus Programmen verschiedener Ressorts erhalten.<\/p>\n<h2>\u00b7&nbsp;Denkmalschutz als Chefsache<\/h2>\n<p>Den Erhalt von Denkm\u00e4lern betrachtet der Koalitionsvertrag als gesamtstaatliche Aufgabe. Bestehende Sonderprogramme werden genauso fortgef\u00fchrt wie das Projekt \u201aNational wertvolle Kulturdenkm\u00e4ler\u2018. Ein \u201aEurop\u00e4isches Jahr f\u00fcr Denkmalschutz\u2018 wird dar\u00fcber hinaus angestrebt. Steuerliche F\u00f6rderungen f\u00fcr den Denkmalerhalt bleiben bestehen.<\/p>\n<p><b>Der Faktor Nachhaltigkeit<\/b><br \/>\nAuch zum Thema Nachhaltigkeit im Immobilienbereich steht einiges im Koalitionsvertrag. Die Senkung des Energieverbrauchs ist ein wichtiges Ziel der neuen Regierung. Dazu sollen alle Ma\u00dfnahmen in einem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz zusammengefasst werden. Der W\u00e4rmemarkt soll insgesamt klimafreundlicher gestaltet werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Energiewende durch Effizienz<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die effiziente Nutzung von Energie soll ein zentraler Bestandteil der Energiewende werden. Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz soll dazu bereits im Jahr 2014 beschlossen werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Der Energie- und Klimafonds<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus diesem Topf sollen Effizienzma\u00dfnahmen auf allen Gebieten gef\u00f6rdert werden. Neben der Aufstockung des KfW-Programmes zur energetischen Geb\u00e4udesanierung geh\u00f6rt auch die Einhaltung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie zu den Zielen. Einen Schwerpunkt will die gro\u00dfe Koalition auf das Thema Energieberatung legen. Einkommensschwache Verbraucher sollen dabei besonders gef\u00f6rdert werden. Die entsprechende Kennzeichnung von Produkten soll verst\u00e4ndlicher gestaltet werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Klimafreundlicher W\u00e4rmemarkt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Koalitionsvertrag strebt einen nahezu klimaneutralen Geb\u00e4udebestand bis zum Jahr 2050 an. Dennoch soll der Einsatz von erneuerbaren Energien weiterhin freiwillig bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Koalitionsvertrag ist unter Dach und Fach, seine Umsetzung h\u00e4ngt jetzt nur noch von den Mitgliedern der SPD ab. Auch die Immobilienwirtschaft hat mit Spannung das gemeinsame Werk von Union und Sozialdemokraten erwartet. Der Vertrag der GroKo enth\u00e4lt denn auch einige f\u00fcr die Branche relevante Punkte. 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