{"id":1892,"date":"2013-12-17T09:44:31","date_gmt":"2013-12-17T09:44:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=1892"},"modified":"2020-11-18T09:41:01","modified_gmt":"2020-11-18T09:41:01","slug":"was-wird-aus-dem-tempelhofer-feld-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/was-wird-aus-dem-tempelhofer-feld-in-berlin","title":{"rendered":"Was wird aus dem Tempelhofer Feld in Berlin?"},"content":{"rendered":"<p>Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass 59 Prozent der Berliner f\u00fcr eine Bebauung des freien Tempelhofer Feldes sind. Bei der vorhergehenden Erhebung \u00e4u\u00dferten sich die B\u00fcrger noch skeptischer gegen\u00fcber dem Projekt, im vergangenen Februar sprachen sich 57 Prozent der Befragten dagegen aus. F\u00fcr den Senat kommt diese Wende gerade zur rechten Zeit, denn die Stadt plant, mit der Bebauung im Jahr 2016 zu beginnen.<\/p>\n<p><b>Die Beschr\u00e4nkung der Tempelhofer Freiheit<\/b><br \/>\nTempelhofer Freiheit werden die Berliner B\u00fcrger das Areal des ehemaligen Flughafens nach der Bebauung wahrscheinlich nicht mehr nennen. Denn insgesamt sind dort 4.700 Wohnungen geplant. Dar\u00fcber hinaus werden auch B\u00fcros und Gewerber\u00e4ume entstehen. Im S\u00fcdwesten des ersten Baufeldes am Tempelhofer Damm befindet sich das k\u00fcnftige Gel\u00e4nde der Zentral- und Landesbibliothek. Dieser Neubau ist in der Bev\u00f6lkerung besonders umstritten. In der ersten Planungsphase des Projekts sollen im Jahr 2016 insgesamt 1.700 Wohnungen entstehen. Der Senat will f\u00fcr soziale Ausgeglichenheit sorgen, die bew\u00e4hrte \u201aBerliner Mischung\u2018 soll auch in diesem neuen Quartier entstehen. Deshalb sieht die Planung einen Mietpreis von sechs bis acht Euro pro Quadratmeter f\u00fcr mindestens die H\u00e4lfte des Wohnraumes vor. Die g\u00fcnstigsten Quadratmeterpreise sollen den Inhabern von Wohnberechtigungsscheinen vorbehalten bleiben. In der Mitte des Tempelhofer Feldes ist die Erhaltung einer etwa 230 Hektar gro\u00dfen Freifl\u00e4che geplant. Dort k\u00f6nnen sich die k\u00fcnftigen Bewohner dann erholen und ihre Freizeit genie\u00dfen.<\/p>\n<p><b>Dringend ben\u00f6tigter Wohnraum<\/b><br \/>\nDer Senat h\u00e4lt sein Projekt angesichts der zu erwartenden Entwicklung der st\u00e4dtischen Bev\u00f6lkerung f\u00fcr \u00e4u\u00dferst notwendig. Die Stadtv\u00e4ter argumentieren mit einem prognostizierten Zuwachs von 250.000 Berliner Mehrb\u00fcrgern bis zum Jahr 2030. Deshalb ben\u00f6tige die <a href=\"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/immobiliengutachter-in-der-bundeshauptstadt-berlin\">Hauptstadt<\/a> in jedem Jahr ein Volumen von 10.000 neuen Wohnungen pro Jahr. Schon jetzt verzeichnet die Berliner Verwaltung einen historischen Tiefstand bei den Wohnungsleerst\u00e4nden. Vor allem in Tempelhof, Kreuzberg und Neuk\u00f6lln gestaltet sich die Situation nach Senatsangaben prek\u00e4r, bezahlbarer Wohnraum sei in diesen Vierteln kaum noch zu finden. Sogar Strafen f\u00fcr \u00fcberh\u00f6hte Mietpreise w\u00fcrden bereits diskutiert. Das Tempelhofer Feld biete hier die einmalige M\u00f6glichkeit, den Berlinern erschwinglichen Wohnraum in gro\u00dfem Stil zur Verf\u00fcgung zu stellen. Kein anderes Areal im Stadgebiet biete so viel Platz f\u00fcr ein solches Projekt.<\/p>\n<p><b>100 Prozent Tempelhofer Feld<\/b><br \/>\nDiesen Namen hat sich die Protestbewegung gegen die Bebauungspl\u00e4ne gegeben. Die B\u00fcrgerinitiative m\u00f6chte das Tempelhofer Feld genauso erhalten, wie es jetzt ist, und keinerlei \u00c4nderung am Status quo akzeptieren. Die Projektgegner sammeln flei\u00dfig Unterschriften, um ein Volksbegehren erreichen zu k\u00f6nnen. Daf\u00fcr sind insgesamt 174.000 g\u00fcltige Unterschriften n\u00f6tig, bis Mitte Januar bleibt den Initiatoren daf\u00fcr noch Zeit. Als Grund f\u00fcr ihren Protest gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes f\u00fchrt die Initiative zu hohe Kosten ins Feld. Nach Meinung der Gegner gebe es in Berlin gen\u00fcgend andere Freifl\u00e4chen, die zur Schaffung neuen Wohnraumes zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. Die Bezirksverordnetenversammlung BVV von Tempelhof-Sch\u00f6neberg hat sich bereits f\u00fcr einen Planungsstopp bis zum Abschluss des Volksbegehrens ausgesprochen. Die Parteien CDU, Gr\u00fcne, Piraten und Linke waren sich in diesem Vorhaben einig. Einzig die SPD wunderte sich, dass ihr Koalitionspartner den Beschluss unterst\u00fctzte. Verhindern kann die BVV freilich gar nichts. Denn das Projekt <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/tempelhofer.feld\">Tempelhofer Feld <\/a>liegt allein in den H\u00e4nden der Stadtentwicklungsverwaltung.<\/p>\n<p><b>Was meinen die B\u00fcrger?<\/b><br \/>\nIn der Zeit vom 18. bis zum 28. November hat das Forsa Institut insgesamt 1001 Berliner zu den Bebauungspl\u00e4nen am Tempelhofer Feld befragt. 59 Prozent votierten daf\u00fcr, 38 Prozent dagegen. Der Senat kann sich f\u00fcr sein Bauprojekt also \u00fcber eine wachsende Zustimmung seiner Bev\u00f6lkerung freuen. Ost- und Westteil der Stadt sind sich in ihrer Beurteilung des Projektes weitgehend einig. Die Bewohner des Ostens sind zu 61 Prozent f\u00fcr die Bebauung, im westlichen Teil der Stadt stimmen 58 Prozent zu. Die zahlreichste Unterst\u00fctzung gibt es bei den j\u00fcngeren Leuten, unter den 18- bis 29j\u00e4hrigen Berlinern sind 66 Prozent Bef\u00fcrworter. Nur 32 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe stehen der Bebauung des Tempelhofer Feldes ablehnend gegen\u00fcber. Nach Parteienzugeh\u00f6rigkeit aufgesplittet, bringt die Umfrage bei den SPD Anh\u00e4ngern mit 77 Prozent den gr\u00f6\u00dften Pool an Bef\u00fcrwortern zutage. Aber auch die CDU Anh\u00e4nger sind zu 70 Prozent mit den Bebauungspl\u00e4nen einverstanden. Die W\u00e4hler der Regierungskoalition sind sich bei diesem Thema also einig. Bei den Gr\u00fcnen sieht die Verteilung ganz anders aus, w\u00e4hrend nur 47 Prozent ihrer Anh\u00e4nger daf\u00fcr stimmen, lehnen 50 Prozent das Projekt am Tempelhofer Feld ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass 59 Prozent der Berliner f\u00fcr eine Bebauung des freien Tempelhofer Feldes sind. 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