{"id":391,"date":"2010-09-12T20:05:51","date_gmt":"2010-09-12T20:05:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=391"},"modified":"2020-11-19T14:42:20","modified_gmt":"2020-11-19T14:42:20","slug":"wer-baut-schon-haeuser-aus-papier-einige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wer-baut-schon-haeuser-aus-papier-einige","title":{"rendered":"Wer baut schon H\u00e4user aus Papier? Einige!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Wer \u00fcber recycelte Baustoffe spricht, spricht vielleicht \u00fcber Holz, \u00fcber die Steine von Abbruchh\u00e4usern, vielleicht gar \u00fcber Stroh. Papier ist dagegen derzeit wohl eher selten gemeint. Au\u00dfenw\u00e4nde aus Papier klingen f\u00fcr viele Menschen eventuell eher wie ein Witz als wie eine ernst gemeinte Idee f\u00fcr innovatives Bauen. Und doch gewann die Idee, Altpapier als Baustoff zu verwenden, im Jahr 2007 den Architekturwettbewerb \u201eMobile Working Spaces\u201c. Nun steht das Papierhaus des Oberhausener Architekturb\u00fcros Dratz &amp; Dratz Architekten auf dem Gel\u00e4nde der Essener Zeche Zollvereins und wird dort bestaunt. Die einzige Realisierung eines Hauses aus Papier ist dieses Haus allerdings nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>PHZ2<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">39 Meter breit und sechs Meter hoch ist das PHZ2 genannte Geb\u00e4ude, das die Architekten Ben, David und Uli Dratz mit 550 Altpapierballen gebaut haben. Das Projekt d\u00fcrfte dazu taugen, die Qualit\u00e4ten des Baustoffs Altpapier verst\u00e4rkt ins Licht der \u00d6ffentlichkeit zu r\u00fccken. Papierballen sind unglaublich stabil. Laut Aussage von Ben Dratz gibt so ein Papierballen erst bei einem Druck von siebzig Tonnen um zwanzig Prozent nach und gewinnt bei Nachlassen des Drucks etwa achtzehn Prozent der urspr\u00fcnglichen Form zur\u00fcck. Die Papierballen halten daher, so Ben Dratz im Rahmen eines Interviews mit dem Unternehmens Hochtief, mehr Druck aus als beispielsweise Steine. In komprimierter Form verliert Papier zudem seine schnelle Entflammbarkeit und wird zum Baustoff, der dem Brandschutzgrad \u201eschwer entflammbar\u201c entspricht. Bleibt Feuchtigkeit, die dem Altpapier zusetzen k\u00f6nnte. Aber auch hier fanden die Architekten eine L\u00f6sung: eine Impr\u00e4gnierung des Chemiekonzerns Henkel. Das Geb\u00e4ude soll bis Ende 2011 f\u00fcr Veranstaltungen verschiedenster Art dienen, ehe es abgebaut wird und der Baustoff erneut in die Altpapiersammlung wandert.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\"><strong>Ein buntes Haus, ein sch\u00f6nes Haus?<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Ob das entstandene Papierhaus wirklich sch\u00f6n ist, ist wohl eine Geschmacksfrage. Die Papierballen wurden nicht verkleidet und teils lassen sich Fragmente der Texte noch lesen, mit denen sie bedruckt sind. Bunt sind sie, die Altpapierballen. Uli Dratz hat dieses Farbenspiel damals fasziniert, als er und sein Vater Uli einst an einem Recyclinghof vorbeigefahren sind, derartige Papierballen sahen und die Idee vom Altpapierhaus entwickelten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\"><strong>Ein Baustoff aus Cellulose<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Auch die CONSIDO AG mit Stammsitz im schweizerischen Schaffhausen hat Papier als Baustoff entdeckt. Ihr SwissCell-Panels genanntes Baumaterial ist mit Spezialharz geh\u00e4rtete Cellulose, der Grundstoff f\u00fcr die Papierproduktion. F\u00fcr ein durchschnittliches CONSIDO Haus werden insgesamt f\u00fcnfhundert Kilogramm Holz zur Produktion von Cellulose ben\u00f6tigt, schreibt das Unternehmen selbst, w\u00e4hrend ein herk\u00f6mmlicher Fertigbau etwa sechs Tonnen Holz verbraucht. Die Panels sind, so CONSIDO weiter, extrem leicht und dennoch sehr stabil, druckfest, witterungs- und temperaturbest\u00e4ndig. Gebaut wurde mit dem Baustoff beispielsweise ein so genanntes iThemba-Haus in Kapstadt. Zwei Mitarbeiter des Unternehmens haben das Geb\u00e4ude innerhalb von vier Tagen gebaut, schreibt CONSIDO in der Pressemitteilung vom Februar 2010. Mit dem Bau sei der \u201eStartschuss f\u00fcr den Siedlungsbau unter Realbedingungen gefallen\u201c. Bleibt die Frage: Welche Rolle mag Papier in der Zukunft f\u00fcr den Bau spielen: in Industrienationen? In entwickelten L\u00e4ndern? Sie l\u00e4sst sich wohl auf die Schnelle nicht beantworten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer \u00fcber recycelte Baustoffe spricht, spricht vielleicht \u00fcber Holz, \u00fcber die Steine von Abbruchh\u00e4usern, vielleicht gar \u00fcber Stroh. Papier ist dagegen derzeit wohl eher selten gemeint. Au\u00dfenw\u00e4nde aus Papier klingen f\u00fcr viele Menschen eventuell eher wie ein Witz als wie eine ernst gemeinte Idee f\u00fcr innovatives Bauen. 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