{"id":709,"date":"2011-02-18T19:46:58","date_gmt":"2011-02-18T19:46:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/?p=709"},"modified":"2020-11-19T11:00:58","modified_gmt":"2020-11-19T11:00:58","slug":"duesseldorf-ein-masterplan-und-die-suche-nach-wohnraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/duesseldorf-ein-masterplan-und-die-suche-nach-wohnraum","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf, ein Masterplan und die Suche nach Wohnraum"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Der Leerstand bei D\u00fcsseldorfer B\u00fcroimmobilien liegt aktuell bei 760.000 m\u00b2. W\u00e4hrend moderne B\u00fcrofl\u00e4chen gute Vermarktungschancen haben, sei bei veralteten Geb\u00e4uden mit einem weiteren Leerstand zu rechnen. Das sind Ergebnisse der j\u00fcngsten Analyse des Immobilien-Unternehmens Aengevelt zum B\u00fcroimmobilien-Standort D\u00fcsseldorf. Wie soll eine Stadt mit solch einem steigenden Leerstand bei \u00e4lteren B\u00fcroimmobilien umgehen? Sie k\u00f6nnte sich beispielsweise dazu entschlie\u00dfen, B\u00fcro- zuk\u00fcnftig verst\u00e4rkt in Wohnfl\u00e4che umzuwandeln. Genau das geschieht derzeit in D\u00fcsseldorf. Die Stadt plant einen Modellversuch. Ob daraus allerdings auch f\u00fcr Durchschnittsverdiener bezahlbarer Wohnraum entsteht, ist zumindest zweifelhaft.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\"><strong>D\u00fcsseldorfs Bedarf an Wohnraum und der Masterplan<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Insgesamt werden pro Jahr nur 1.000 neue Wohneinheiten in D\u00fcsseldorf geschaffen, berichtete der lokale Sender CenterTV in einem Fernsehbeitrag Mitte Februar 2011. Laut dem im April 2009 beschlossenen \u201eStadtentwicklungskonzept D\u00fcsseldorf 2020+\u201c h\u00e4tten bis 2010 allerdings j\u00e4hrlich etwa 2.200 Wohneinheiten gebaut werden m\u00fcssen und bis 2020 w\u00e4ren nochmals j\u00e4hrlich 1.700 f\u00e4llig, um den Bedarf beim prognostiziertem Bev\u00f6lkerungsanstieg in D\u00fcsseldorf zu decken. Stimmen die Zahlen, sind 1.000 Wohneinheiten nat\u00fcrlich viel zu wenig. Eine L\u00f6sung k\u00f6nnte das geplante Modellprojekt zur Umnutzung leer stehender B\u00fcroimmobilien als Wohnimmobilien in D\u00fcsseldorf sein. Im Fokus stehen dabei leer stehende B\u00fcroimmobilien mit einem Alter ab 25 Jahren, die eine Nutzfl\u00e4che zwischen 1.000 und 10.000 m\u00b2 bieten und nicht in reinen Gewerbegebieten stehen. Insgesamt 75 B\u00fcroimmobilien sollen in Frage kommen, berichtet CenterTV.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Preiswerter Wohnraum wird\u2019s wohl eher nicht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Modellvorhaben scheint tats\u00e4chlich dazu geeignet zu sein, dem Wohnungsbedarf in D\u00fcsseldorf besser gerecht zu werden. CenterTV deutet allerdings auch Probleme bei der Sache an, die ernst zu nehmen sind. Einerseits sind keine F\u00f6rderprogramme f\u00fcr Umnutzungspl\u00e4ne vorgesehen, sodass sich erst einmal zeigen muss, wie vielen Besitzern leer stehender B\u00fcroimmobilien eine Umnutzung wirklich schmackhaft gemacht werden kann. Andererseits gilt: Die Umwandlung von B\u00fcroraum zu Wohnraum ist oftmals teuer, weshalb auch eher teure Wohnungen zu erwarten sind. Trifft die Erwartung ein, d\u00fcrfte die Umnutzung zumindest den Bedarf an preiswertem Wohnraum nicht decken. Gerade der scheint jedoch besonders dr\u00e4ngend zu sein; er weckt zumindest Kreativit\u00e4t bei der Planung von Aktionen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\"><strong>Ein Freiluft-Wohnzimmer aus Protest<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Im D\u00fcsseldorfer Stadtteil Flingern organisierten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ein so genanntes Freiluft-Wohnzimmer als Protestaktion, um mehr preisg\u00fcnstigen Wohnraum in D\u00fcsseldorf zu fordern. Initiator der Aktion war die Organisation \u201eFreir\u00e4ume f\u00fcr Bewegung\u201c, ein Zusammenschluss von Akteuren lokaler Kunst, Kultur und Politik. F\u00fcr ihr Freiluft-Wohnzimmer stellten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Sperrm\u00fcll-M\u00f6bel auf und richteten es sich zeitweise nett auf einer Baustelle an der Lindenstra\u00dfe in D\u00fcsseldorf ein. Der Ort war bewusst ausgew\u00e4hlt worden. \u201eUnter den Linden\u201c nennt sich das Wohnprojekt, das hier entstehen soll. Geplant sind Luxuswohnungen in einer Gr\u00f6\u00dfe zwischen 145 und 240 m\u00b2. &nbsp;Das Ganze mag ein interessantes und reizvolles Projekt sein, das in D\u00fcsseldorf-Flingern entsteht. F\u00fcr Durchschnittsb\u00fcrger bezahlbarer Wohnraum d\u00fcrften die hier geplanten Luxuswohnungen indes nicht werden. Solcher Wohnraum ist wohl tats\u00e4chlich seltener geworden in D\u00fcsseldorfs Hauptstadt. Laut Mietspiegel der Stadt kostet eine Neubauwohnung derzeit im Schnitt dreizehn Euro pro Quadratmeter, was eine Steigerung um achtzehn Prozent gegen\u00fcber 2009 bedeutet. Altbauten sind in den letzten beiden Jahren immerhin auf elf Euro gestiegen (+ 11%).<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\"><strong>Das Wohnprojekt Linienstra\u00dfe<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Dass Umnutzung ehemaliger B\u00fcrogeb\u00e4ude nicht zwangsl\u00e4ufig zu Luxuswohnungen f\u00fchrt, beweist etwa das im Fr\u00fchjahr 2007 fertig gestellte Wohnprojekt Linienstra\u00dfe in D\u00fcsseldorf. Hier wurde ein ehemaliges Gesch\u00e4ftshaus mit f\u00fcnf Vollgeschossen umgewandelt. So entstanden 770 m\u00b2 barrierefreier Wohnraum f\u00fcr behinderte, chronisch kranke sowie nicht behinderte Menschen und 282 m\u00b2 B\u00fcroraum f\u00fcr den damaligen Bauherrn und jetzigen Betreiber der Anlage, die isb \u2013 Ambulante Dienst gGmbH aus Wuppertal. Allerdings wurde das insgesamt etwas mehr als 1,6 Millionen Euro teure Projekt, das vom Architekturb\u00fcro k2-architekten realisiert wurde, mit knapp 860.000 Euro \u00f6ffentlicher Mittel und weiteren knapp 133.000 Euro von der Aktion Mensch unterst\u00fctzt. Mit solcher Unterst\u00fctzung d\u00fcrften die meisten Projekte, die eventuell aus dem jetzigen Masterplan heraus entstehen, wohl nicht rechnen. Dann werden es wohl doch Luxuswohnungen werden? Das w\u00e4re nichts Verwerfliches, aber keine L\u00f6sung f\u00fcr D\u00fcsseldorfs Bedarf an preiswertem Wohnraum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Leerstand bei D\u00fcsseldorfer B\u00fcroimmobilien liegt aktuell bei 760.000 m\u00b2. W\u00e4hrend moderne B\u00fcrofl\u00e4chen gute Vermarktungschancen haben, sei bei veralteten Geb\u00e4uden mit einem weiteren Leerstand zu rechnen. Das sind Ergebnisse der j\u00fcngsten Analyse des Immobilien-Unternehmens Aengevelt zum B\u00fcroimmobilien-Standort D\u00fcsseldorf. Wie soll eine Stadt mit solch einem steigenden Leerstand bei \u00e4lteren B\u00fcroimmobilien umgehen? Sie k\u00f6nnte sich beispielsweise [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2655,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ocean_post_layout":"","ocean_both_sidebars_style":"","ocean_both_sidebars_content_width":0,"ocean_both_sidebars_sidebars_width":0,"ocean_sidebar":"0","ocean_second_sidebar":"0","ocean_disable_margins":"enable","ocean_add_body_class":"","ocean_shortcode_before_top_bar":"","ocean_shortcode_after_top_bar":"","ocean_shortcode_before_header":"","ocean_shortcode_after_header":"","ocean_has_shortcode":"","ocean_shortcode_after_title":"","ocean_shortcode_before_footer_widgets":"","ocean_shortcode_after_footer_widgets":"","ocean_shortcode_before_footer_bottom":"","ocean_shortcode_after_footer_bottom":"","ocean_display_top_bar":"default","ocean_display_header":"default","ocean_header_style":"","ocean_center_header_left_menu":"0","ocean_custom_header_template":"0","ocean_custom_logo":0,"ocean_custom_retina_logo":0,"ocean_custom_logo_max_width":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_width":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_width":0,"ocean_custom_logo_max_height":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_height":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_height":0,"ocean_header_custom_menu":"0","ocean_menu_typo_font_family":"0","ocean_menu_typo_font_subset":"","ocean_menu_typo_font_size":0,"ocean_menu_typo_font_size_tablet":0,"ocean_menu_typo_font_size_mobile":0,"ocean_menu_typo_font_size_unit":"px","ocean_menu_typo_font_weight":"","ocean_menu_typo_font_weight_tablet":"","ocean_menu_typo_font_weight_mobile":"","ocean_menu_typo_transform":"","ocean_menu_typo_transform_tablet":"","ocean_menu_typo_transform_mobile":"","ocean_menu_typo_line_height":0,"ocean_menu_typo_line_height_tablet":0,"ocean_menu_typo_line_height_mobile":0,"ocean_menu_typo_line_height_unit":"","ocean_menu_typo_spacing":0,"ocean_menu_typo_spacing_tablet":0,"ocean_menu_typo_spacing_mobile":0,"ocean_menu_typo_spacing_unit":"","ocean_menu_link_color":"","ocean_menu_link_color_hover":"","ocean_menu_link_color_active":"","ocean_menu_link_background":"","ocean_menu_link_hover_background":"","ocean_menu_link_active_background":"","ocean_menu_social_links_bg":"","ocean_menu_social_hover_links_bg":"","ocean_menu_social_links_color":"","ocean_menu_social_hover_links_color":"","ocean_disable_title":"default","ocean_disable_heading":"default","ocean_post_title":"","ocean_post_subheading":"","ocean_post_title_style":"","ocean_post_title_background_color":"","ocean_post_title_background":0,"ocean_post_title_bg_image_position":"","ocean_post_title_bg_image_attachment":"","ocean_post_title_bg_image_repeat":"","ocean_post_title_bg_image_size":"","ocean_post_title_height":0,"ocean_post_title_bg_overlay":0.5,"ocean_post_title_bg_overlay_color":"","ocean_disable_breadcrumbs":"default","ocean_breadcrumbs_color":"","ocean_breadcrumbs_separator_color":"","ocean_breadcrumbs_links_color":"","ocean_breadcrumbs_links_hover_color":"","ocean_display_footer_widgets":"default","ocean_display_footer_bottom":"default","ocean_custom_footer_template":"0","ocean_post_oembed":"","ocean_post_self_hosted_media":"","ocean_post_video_embed":"","ocean_link_format":"","ocean_link_format_target":"self","ocean_quote_format":"","ocean_quote_format_link":"post","ocean_gallery_link_images":"off","ocean_gallery_id":[],"footnotes":""},"categories":[13,14],"tags":[288,885,882,509,425,884,883,606,607,886],"class_list":["post-709","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gewerbeimmobilien","category-wohnimmobilien","tag-duesseldorf","tag-k2-architekten","tag-masterplan","tag-mietpreise","tag-umnutzung","tag-unter-den-linden","tag-wohnprojekt-linienstrasse","tag-wohnraum","tag-wohnungen","tag-wohnungsmarkt","entry","has-media"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/709","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=709"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/709\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2656,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/709\/revisions\/2656"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=709"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=709"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirchner-immobilienbewertung.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=709"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}