Häuser in Fertigbauweise – Variantenreichtum und Energieeffizienz

7. April 2011
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Bedingt durch Berufstätigkeit, Alltagsstress und andere Verpflichtungen entscheiden sich heute viele Bauherren für die Fertigbauweise.

Hier gibt es zwei Varianten: das schlüsselfertige Bauen, bei dem der Bauträger das Haus komplett errichtet, vom Rohbau bis hin zur kompletten Innenausstattung, zum anderen das Ausbauhaus, bei dem der Bauherr durch Eigenleistung zwar Geld spart, aber selber noch Hand anlegen muss.

Schlüsselfertiges Bauen
Nach Angabe des Bundesverbandes „Deutscher Fertigbau“ erfolgt bei 80 Prozent aller Fertighäuser die Übergabe schlüsselfertig. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: der Bauträger kümmert sich um alle Details, von der Planung, über den Rohbau, bis hin zum Innenausbau. Nachdem der Vertrag unterzeichnet und die Planung unter Einbeziehung der Gegebenheiten des Grundstückes erfolgt ist, wird in einem Einrichtungszentrum des Herstellers bemustert. Dach, Böden, Wandmaterialen aber auch die Innenausstattung wie Lichtschalter, Steckdosen etc. werden hier vorab ausgewählt. In maximal 2 Tagen werden dann die im Werk vorproduzierten Teile für Wände, Decken, Dach und Boden auf dem Bauplatz zum wetterfesten Rohbau aufgestellt, der Innenausbau kann beginnen. Und noch einen Vorteil bietet das schlüsselfertige Bauen: die Gewerke liegen alle in einer Hand, können zeitlich und materiell ideal aufeinander abgestimmt werden. Streitigkeiten zwischen Handwerkern und Bauherr, Terminverzögerungen etc. können so nicht entstehen. Das Haus wird innerhalb kürzester Zeit errichtet und kann bezogen werden.

Ausbauhäuser
Bei Ausbauhäusern erfolgt das gleiche Procedere bis auf den Innenausbau. Dieser erfolgt in Eigenleistung des Bauherren, der so Geld sparen kann, indem er beispielsweise selber verputzt, fliest, Böden legt etc. Doch ist bei Ausbauhäusern Vorsicht geboten, unterliegen sie doch den gleichen Qualitätsrichtlinien und Prüfbestimmungen, denen auch schlüsselfertige Fertighäuser entsprechen müssen. Im Zweifelsfall bzw. wenn das handwerkliche Geschick des Bauherrn zu wünschen übrig lässt, kann es günstiger sein, sofort Fachleute für den Innenausbau zu engagieren bzw. schlüsselfertig zu bauen.

Energieplus-Häuser
Fertighäuser der Zukunft sind so genannte Energieplus-Häuser. Diese produzieren mittels Solartherme und Photovoltaikanlage 50 Prozent mehr Energie als sie verbrauche. Überschüssige Energie kann ins Netz gespeist oder beispielsweise zur Betankung eines Elektrofahrzeugs genutzt werden, wie es das Fertighaus „Generation 5.0“ des Herstellers Weber-Haus vorsieht. 

Die Hersteller von Fertighäusern haben den Zahn der Zeit erkannt. Dem Wunsch vieler Häuslebauer nach Unabhängigkeit von Energieversorgern werden sie bereits heute durch Einbindung energieeffizienter Anlagen wie Photovoltaik und Solarenergie gerecht.