Schufa-Auskünfte zu Bauträgern schneiden schlecht ab

25. April 2011
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Immer wieder wird Bauherren geraten, vor der Entscheidung über einen Bauträger Auskünfte zur wirtschaftlichen Lage und Bonität des Baupartners bei der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) einzuholen.

Nun hat der Bauherren-Schutzbund das Informationsangebot der Schufa zu Baufirmen für die Endverbraucher getestet und dabei erhebliche Informationslücken aufgedeckt. Vielmehr lieferten die Daten über Baufirmen, die bei der Schufa gespeichert sind, keine hinreichenden Informationen, die für eine Entscheidungsfindung des Bauwilligen ausreichen würden. Bewertet wurden anhand von Stichproben folgende Kriterien: Firmenidentifikation, Fwirtschaftliche Daten, Geschäftsgegenstand, Bonität und Zahlungsverhalten, Bewertung von Insolvenzrisiken, Angaben zu Geschäftsführern und Gesellschaftern sowie die Beteiligung von und an anderen Firmen.

Neben der fehlenden Aktualität der Daten bemängelte der Bauherren-Schutzbund massive Informationslücken sowie teils falsche Angaben. Der Informationsgehalt für Verbraucher, Berater und Verbände falle hier im Gegensatz zu Wirtschaftsauskünften, die für Unternehmen in der Wirtschaft gang und gäbe sind, massiv ab. Einem Endverbraucher zu raten, allein anhand der Schufa-Angaben einen Bauträger zu wählen, wäre daher nicht empfehlenswert. U. a. kritisierte der Bauherren-Schutzbund, dass die hinterlegten Informationen zu Baufirmen in der Regel keine Geschäftsbilanzen enthielten und lediglich Auskunft über Gesellschaftskapital, Mitarbeiterzahlen und Umsätze lieferten. Ein Krediturteil sowie zu wirtschaftlichen und persönlichen Beteiligungen an und von anderen Unternehmen fehle gänzlich. Und gerade hier liegt laut Einschätzung der Verbraucherschützer ein hohes Risiko für Firmeninsolvenzen.

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