Einige aktuelle Daten zum Kölner Immobilienmarkt

Aktuell hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Köln, der über sämtliche Immobilientransaktionen in Köln informiert wird, mit Stand Januar 2010 den Grundstücksmarktbericht sowie die Bodenrichtwertkarte veröffentlicht. Beide Analysen sind sowohl für Privatleute bei der Beurteilung einer Immobilie oder eines Grundstückes sowie Sachverständigen für Immobilienbewertung bei der Werteermittlung dienlich. Sie werten das Zahlenmaterial zu den Immobilientransaktionen im Jahr 2009 in Köln aus.

Demnach wurden in 2009 in Köln insgesamt 1.865 Ein- und Zweifamilienhäuser veräußert, in 6.260 Fällen wechselte Wohnungs- bzw. Teileigentum den Besitzer. Mit insgesamt 9.575 Verkaufsfällen und einem Erlös von 2.927 Millionen Euro konnte das Vorjahresergebnis von 9.424 knapp getoppt werden. Dabei stiegen allein die Preise für Ein- und Zweifamilienhausbaugrundstücke im linksrheinischen Teil Köln inklusive Deutz um 4 Prozent an, die Preissteigerung für Grundstücke, auf denen mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser gebaut werden sollen, betrug 3 Prozent. Gewerbegrundstücke und landwirtschaftliche Flächen pendelten sich auf dem Preisniveau von 2008 ein.

Was den gesamten Flächen- und Geldumsatz betrifft, musste insgesamt leider ein Minus verzeichnet werden. Der Geldumsatz ging in 2009 um 550 Millionen Euro, das entspricht 16 Prozent, zurück, der Flächenumsatz um 275 Hektar bzw. 47 Prozent. Dies gilt nicht für Einfamilienhausgrundstücke, die beim Geldumsatz eine Steigerung von 79 Prozent und beim Flächenumsatz ein Plus von 66 Prozent einfahren konnten. Auch die Eigentumswohnungsverkäufe sind oben auf. Ein Plus von 411 Verkaufsfällen sowie eine Preissteigerung von 4 Prozent zeigen die Beliebtheit in diesem Segment des Wohneigentums in Köln.

Bei den unbebauten Baugrundstücken mussten gewerbliche Grundstücke der wirtschaftlichen Lage Tribut zollen. Nur 30 Gewerbegrundstücke (im Vergleich 2008 waren es 40) mit einer Fläche von 300.000 Quadratmetern (770.500 Quadratmeter in 2008) und 32 Millionen Euro Verkaufserlös (58 Millionen Euro in 2008) wurden verkauft. Wohnbaugrundstücke werden dagegen stark nachgefragt. In 2009 wurden 337 Wohnbaugrundstücke, die eine Fläche von 344.000 Quadratmetern umfassten, für 140 Millionen Euro verkauft, was ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von 24 Prozent bedeutet. Was die Preise betrifft, müssen für Grundstücke für Reihenendhäuser bzw. Doppelhaushälften in 1A-Lagen 700 Euro pro Quadratmeter angesetzt werden, in mittleren Lagen 420 Euro pro Quadratmeter, in dezentralen Lagen 220 Euro pro Quadratmeter. Die entsprechenden Preise für Grundstücke für Geschossbauten betragen 475 Euro, 420 Euro bzw. 335 Euro pro Quadratmeter.

Bei den bebauten Grundstücken blieben die Verkäufe von Ein- und Zweifamilienhäusern mit 1.782 auf Vorjahresniveau, allerdings fielen die Preise durchschnittlich um 4,5 Prozent. Insgesamt ging der Geldumsatz in diesem Bereich von 550 Millionen Euro auf 520 Millionen Euro zurück.

Köln steht den meisten anderen deutschen Metropolen, was die Beliebtheit von Eigentumswohnungen bzw. Teileigentum betrifft, in nichts nach. Hier liegt mit 65 Prozent aller Immobilientransaktionen der größte Teilmarkt. In 2009 wurden in Köln allein Eigentumswohnungen bzw. Teileigentum im Wert von rund 1.010 Millionen Euro verkauft, was 6.260 Objekten entspricht. Mietwohngebäude wurden dagegen weniger verkauft. Mit 653 Verkäufen und einem Umsatzvolumen von 593 Millionen Euro liegen die Werte deutlich unter den Ergebnissen von 2008. Hier wurden 821 Verkäufe zu einem Gesamterlös von 922 Millionen Euro registriert.

Ähnlich wie bei den unbebauten Gewerbegrundstücken war auch bei den Gewerbeimmobilien ein Rückgang der Verkaufszahlen zu beobachten. Nur geringfügig rückläufigen Verkaufsfällen bei den Gewerbeobjekten (109 in 2009 zu 116 in 2008) stehen allerdings stark zurück gegangene Verkaufserlöse entgegen (98 Millionen Euro in 2009, 219 Millionen Euro in 2008).