Wohnnebenkosten sind in Nordrhein-Westfalen bundesweit am höchsten

20. Juni 2011
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Der Mieterbund Nordrhein-Westfalen hat den aktuellen Betriebskostenspiegel veröffentlicht, der auf den Abrechnungsdaten des Jahres 2009 fußt. Dabei hat sich Nordrhein-Westfalen als Spitzenreiter bei den Wohnnebenkosten erwiesen. 3,02 Euro pro Quadratmeter haben Mieter in NRW durchschnittlich neben den reinen Mietkosten zahlen müssen. Regional liegt Köln mit 3,14 Euro pro Quadratmeter an Nebenkosten weit über dem Mittelwert, im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Wohnnebenkosten hier gar um 0,35 Euro pro Quadratmeter an.

Der bundesweite Durchschnitt lag in Westdeutschland bei 3,01 Euro, in Ostdeutschland bei 2,59 Euro pro Quadratmeter. Somit kann der Anteil der Betriebskosten an der Gesamtmiete durchaus mit einem Drittel beziffert werden. Bei den Betriebskosten dürfen maximal 15 verschiedene Nebenkostenarten abgerechnet werden, u. a. zählen dazu die Heizkosten, Warmwasser- und Abwasserkosten, Müllentsorgung, Gebäudereinigung, Gebäudeversicherung und Grundsteuer. Am stärksten fallen hier die Heizkosten mit durchschnittlich 0,83 Euro pro Quadratmeter ins Gewicht, gefolgt von Kosten für Wasser und Abwasser mit 0,41 Euro pro Quadratmeter, Ausgaben für Warmwasser mit 0,25 Euro pro Quadratmeter und Müllentsorgung mit 0,22 Euro pro Quadratmeter.

Der Mieterbund Nordrhein-Westfalen warnt in diesem Zusammenhang vor falschen und daher überhöhten Betriebskostenabrechnungen und empfiehlt die Prüfung durch den örtlichen Mietverein. Oftmals stimme der Verteilerschlüssel nicht oder es würden Kosten umgelegt, die nicht unter die Betriebskosten fallen.

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