Was ist dran am Betongeld

Unter Betongeld versteht man eine Geldanlage in Immobilien, die im Allgemeinen als der sichersten und inflationsgeschützten Investitionen gilt.

Doch auch beim Betongeld gilt es, zukünftige Entwicklungen und Trends wie demographische, infrastrukturelle und wirtschaftliche Entwicklungen beim Kaufentschluss mit einzubeziehen. Unter anderem wird die Gesellschaft immer älter, zukünftig wird es immer mehr Rentner geben, und die Arbeitsmarktsituation beflügelt den Trend weg vom Land hinein in die Städte.

Zunächst aber einmal zur Sicherheit vom Immobilieninvestments. Wer eine eigene Immobile selber bewohnt hat nicht nur den Vorteil, dass er im Gegensatz zur Miete, bei der allein der Vermieter profitiert, die monatlichen Abtragungen schlussendlich in die eigene Tasche bzw. Zukunft investiert. Der Immobilienbesitzer in der eigenen Immobilie hat zudem was den Wohnbereich betrifft Inflationsschutz, weil er keine steigenden Mieten befürchten muss. 

Aber auch der vermietenden Immobilienbesitzer kann vom Inflationsschutz profitieren, besonders bei Neuvermietungen, da er dem steigenden Preisniveau mit Mietpreiserhöhungen entgegen wirken kann. Positiver Nebeneffekt: Höhere Mieteinnahmen erhöhen gleichzeitig wieder den Wert der Immobilie. Von permanent steigenden Mieterträgen, die von Maklern natürlich gerne propagiert werden, sollte der Immobilieninteressierte dennoch nicht ausgehen. Vielmehr darf er von einer kontinuierlich stabilen Rendite ausgehen. Nachdem in den Boomjahren nach der Wiedervereinigung die Prise nach oben schnellten, haben sie sich mittlerweile wieder auf einem stagnierenden, im Osten teilweise auch sinkenden Niveau eingependelt. Im europäischen Vergleich lohnen sich Immobilieninvestments in Deutschland allemal. Die Angebote sind vielfältig und günstig, die Baugeldzinsen historisch niedrig, vermiete Immobilien können abgeschrieben werden und selbst wenn Immobilienbesitzer auf Sozialleistungen wie Hartz IV angewiesen sind, ist ihr Eigentum geschützt. 

Nichtsdestotrotz sollte der an Immobilien Interessierte gerade in der heutigen Zeit auf einige Aspekte beim Immobilienerwerb achten:

Demographische Entwicklung
Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wird bereits im Jahr 2020 ein Drittel der Bevölkerung 60 Jahre oder älter sein. Wohnen im Alter stellt wiederum besondere Ansprüche an Infrastruktur und wohnliche Gegebenheiten wie Fahrstühle oder barrierefreie Wohnungen. 

Arbeitsmarktsituation
Das ehemals günstige „Häuschen im Grünen“ verliert an Beliebtheit. Steigende Benzinpreise, lange Pendelzeiten und bessere Arbeitsangebote in den Städten ziehen vor allen Dingen junge Familien in zentralere, städtische Wohnlagen. 

Sich ändernde Ansprüche
Zwar sinken die Bevölkerungszahlen auch in Deutschland, die Zahl der Einzelhaushalte steigt jedoch stetig. Insbesondere die Zahl der Singles, die in eigene Wohnungen ziehen, nimmt zu. Und gerade gut verdienende Singles haben meist gehobene Ansprüche, was die Lage und Ausstattung der Wohnung betrifft. Out sind Wohnungen mit vielen kleinen Räumen, gefragt zunehmend großzügig geschnittene Objekte mit Balkon, Terrasse und dem individuellen Touch. 

Betongeld verspricht auch zukünftig konstante Einnahmen und wirtschaftliche Sicherheit, erfordert aber auch einen offenen Blick in die Zukunft, was demographische, konjunkturelle und persönliche Trends betrifft.