Vergleicht man die Medienpräsenz aller Großbauprojekte in Deutschland miteinander, galt wohl dem Flughafen Berlin Brandenburg zuletzt die größte Aufmerksamkeit. Da war es um die Hamburger Elbphilharmonie fast schon ein wenig still. Aber die Hamburger müssen sich keine Sorgen oder – je nach Sichtweise – dürfen sich keine Hoffnungen machen, dass ihre Elbphilharmonie dauerhaft aus den Schlagzeilen rutscht. Die Vorstellung geht weiter und die Stadt Hamburg und Hochtief Solutions sind die beiden wichtigsten Gegenspieler bei diesem Theater. Sie sollten eigentlich zum Wohle des Projekts kooperieren, pflegen aber den Dauerstreit. Wie schade! Anfang Juli hieß es, sie hätten sich grundsätzlich geeinigt. Vielleicht aber möglicherweise doch nicht so ganz? Irgendwann wird wahrscheinlich alles gut! Aber wann? (mehr …)
Der Anteil der Wohnkosten an den Haushaltseinnahmen liegt bundesweit in den zehn größten Städten Deutschlands bei etwa zwanzig Prozent. Das ist ein Ergebnis der neuen IVD Wohnkostenkarte des Immobilienverbands Deutschland (IVD). Eine Wohnung in München ist demnach für die Bewohner kaum eine größere Kostenbelastung als eine in Berlin. Soweit, so gut! Die Frage bleibt, wie man die erhobenen Zahlen interpretiert. Ohne auch Wanderungsbewegungen innerhalb der Städte oder von den Städten ins Umland zu kennen, muss man mit Interpretationen vielleicht vorsichtig sein. (mehr …)
Fachwerkbauten, Sandsteinhäuser mit Barockgiebeln, ein idyllisches Viertel: So preist Fürth seine Altstadt. Und sie ist tatsächlich schön. Schön ist auch das Gebäude der ehemaligen Gaststätte „Zum goldenen Schwan“. Schön und historisch. 1681 wurde vermutlich eine ältere Immobilie so umgebaut, dass die Grundstruktur des heutigen Gebäudes entstand. Bis heute präsentiert es sich mit reizvoller Architektur, der man allerdings den erneuten Sanierungsbedarf ansieht. Die Lage der Immobilie ist interessant, das Gebäude selbst ebenfalls, aber scheint es dennoch schwierig zu sein, Investoren zu finden. Zum Spottpreis ist die notwendige Sanierung wohl nicht zu haben. Hier könnte das Problem liegen. (mehr …)
Aktuell wird gebaggert. Der Baugrund auf dem sogenannten Millionenacker in Köln-Ostheim wird für den Wohnungsbau vorbereitet. Kölns größtes Immobilienunternehmen, die GAG Immobilien AG, wird hier wohl im September mit dem Bau von 450 Mietwohnungen und 240 Einfamilienhäusern beginnen und dafür laut eigener Aussage etwa 80 Millionen Euro ausgeben. „Waldbadviertel“ wird das neue Stadtquartier Kölns heißen, in dem ab 2017 voraussichtlich etwa 1.500 Menschen leben. Nicht jeder sieht den Standort allerdings unproblematisch. Nachbar des kommenden Stadtquartiers ist ein ehemaliger Tontauben-Schießplatz, in dessen Boden sich einiges an Blei befinden soll. (mehr …)
Eigentlich klingt die Quote erst einmal gar nicht so schlecht: In neun von zehn Fällen geht wohl zumindest vorerst alles gut, in einem eventuell nicht. Ist allerdings von geschlossenen Immobilienfonds die Rede, von denen laut einer aktuellen Kurzstudie einer von zehn Fonds in Zukunft Finanzierungs-Probleme bekommen könnte, sieht die Sache ein wenig anders aus. Schließlich investiert niemand nur eine Handvoll Euro in solch einen Fonds und Probleme eines geschlossenen Fonds können für den Anleger im Extremfall den Totalverlust des eingesetzten Geldes bedeuten. Verschärfte Regeln für diese Immobilienfonds sollen deshalb für mehr Anlegerschutz sorgen. (mehr …)
Siedlungen, Häuser und ganze Quartiere im Plusenergiestandard sind noch Exoten in Deutschland, andererseits aber auch keine Einzelfälle mehr. Sie nehmen Einfluss auf die Energie-Produktion in Deutschland, weil sie einer dezentralen Versorgung Vorschub leisten. Derzeit existiert hierzulande eine Reihe interessanter Plus-Energie-Projekte. So entsteht die erste Siedlung mit Plus-Energie-Häusern in der Metropolregion FrankfurtRheinMain in Bad Vilbel. Deimel Oelschläger Architekten entwickelt in Berlin-Adlershof das sogenannte Newtonprojekt und das Kreativ.Quartier Lohberg soll den gleichnamigen Stadtteil Dinslakens ebenfalls zum Plus-Energie-Standort machen. (mehr …)
Wer in den letzten zwölf Monaten die Nachrichten zur Eurohypo verfolgt hat, wird wohl irgendwann etwas verwirrt gewesen sein. Allzu unterschiedlich waren die Inhalte. Nun aber scheint Klarheit zu herrschen. Es wird keine neue Sparte „Real Estate and Ship Finance“ der Commerzbank geben. Und die Eurohypo erwartet wohl die Abwicklung ohne einen bei der Commerzbank verbleibenden Rumpf. Blickt man zurück, sieht man viel Hoffnung. Blickt man nach vorne, zumindest die Hoffnung der Commerzbank auf gesündere Strukturen, aber auch Sorge. Wohin steuert die Finanzierung gewerblicher Immobilienprojekte? (mehr …)
2015 werden in Wiesbaden voraussichtlich etwa 19.000 US-Amerikaner stationiert sein. Die hessische Hauptstadt ist seit langer Zeit ein Standort der US-Amerikaner in Deutschland und nun Heimat der US-Army Europazentrale. Mitte Juni wurden das „General John Shalikashvili Kommando- und Führungszentrum“ und die Wohnsiedlung Newman Village für die stationierten Soldaten und Angehörige eingeweiht. Eine Reihe der US-Amerikaner, die bald in Wiesbaden leben und arbeiten werden, kommt aus Heidelberg, das als Standort aufgegeben wird. Und während man in Wiesbaden die Zeit mit verstärkter Präsenz der US-Army auf Stadtgebiet erwartet, stellt sich in Heidelberg die Frage: Was kommt nach dem Abzug? (mehr …)
Sky City könnte bald das höchste Gebäude der Welt heißen, das dann nicht mehr im arabischen Raum stehen würde. Das chinesische Unternehmen Broad Sustainable Building (BSB) plant in Changsha, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Hunan, den weltweit höchsten Wolkenkratzer und damit den Erben des Burj Khalifa. 838 Meter hoch soll Sky City angeblich werden. Damit wäre dieser Wolkenkratzer nicht immens höher als der etwa 829 Meter hohe Burj Khalifa, würde ihn aber eben doch schlagen. Ein Rekord ergibt sich allerdings nicht nur aus der geplanten Höhe, sondern möglicherweise auch durch die Bauzeit. In nur sieben Monaten soll der Wolkenkratzer fertig werden. Das klingt nach einem imposanten und zugleich ehrgeizigen Projekt, das aber auch manch einen kritischen Gedanken wachruft. (mehr …)
Im Moment gibt es beim Blick auf den Wirtschaftsstandort Deutschland eher wenig zu meckern. Eine aktuelle Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young zur Attraktivität des Wirtschaftsraums Europa und zu tatsächlichen Investitionsprojekten bescheinigt Deutschland den Rang als attraktivster europäischer Standort und immerhin Platz 6 im weltweiten Standortranking. So etwas stärkt auch den deutschen Gewerbeimmobilien-Markt, der sich laut Jones Lang LaSalle für ausländische Investoren 2011 weitaus attraktiver als noch 2010 präsentiert hat. Das alles klingt trotz Krisenstimmung in Europa nach goldenen Zeiten. Dennoch muss auch Deutschland keine Insel ewiger Glückseligkeit bleiben. Ein bisschen Fragilität kennzeichnet wohl auch deutsches Glück. (mehr …)