BFW-Umfrage sieht Immobilienmarkt Deutschland weiterhin mit positiven Tendenzen für 2010

Halbjährlich befragt der BFW,  Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V., Spitzenverband der privaten Immobilienwirtschaft, 1.600 Mitglieds- und verbundene Unternehmen nach der aktuellen Lage auf dem Immobilienmarkt. Die meisten befragten Unternehmen rechnen mit einer weiteren positiven Entwicklung des Immobilienmarktes 2010, die sich bereits im Herbst 2009 abzeichnete, sehen diese aber in Abhängigkeit zu der Bereitschaft der Banken zur Kreditvergabe. 

Zwar liegen die Umfragewerte noch weit unter den Werten von 2008, doch scheint sich besonders die mittelständische private Immobilienwirtschaft zu erholen. Laut Umfrageergebnissen des BFW sind derzeit 30 Prozent der Befragten mit ihren Geschäften zufrieden, sie bewerten diese als gut (im Herbst 2009 waren es 26 Prozent). 56 Prozent vergeben immerhin ein befriedigend (Herbst 2009 63 Prozent), 14 Prozent sind mit ihrer derzeitigen wirtschaftlichen Situation gar nicht zufrieden (im Herbst 2009 waren es 20 Prozent). Auch die Umsatzerwartungen für 2010 fallen positiver aus, als im vergangenen Herbst. 25 Prozent erwarten steigende Umsätze, mehr als 50 Prozent gleich bleibende Umsätze. Auch die Bauträger können anhand der zu erwartenden Baugenehmigungen mit leicht steigenden Erlösen rechnen. Infolgedessen scheint sich auch die Personalsituation mittelständischer Immobilienunternehmen zu entspannen. 11 Prozent mehr Unternehmen sind zu Neueinstellungen bereit, bei den Bauträgern sind es sogar 17 Prozent. 

Diese positive Grundstimmung wirkt sich auf das Investitionsverhalten aus. Im Frühjahr 2010 wollen 25 Prozent der immobilien- und wohnungswirtschaftlichen Unternehmen investieren (im Herbst 2009 waren es 22 Prozent), 22 Prozent und damit 9 Prozent weniger Unternehmen als im Herbst wollen ihre Investitionen zurückschrauben. 

Für gewerbliche und private Mieten wird eine unterschiedliche Preisentwicklung prognostiziert. Während Gewerberaum aufgrund hoher Leerstandsquoten besonders in den Metropolregionen günstiger wird und damit der allgemeinen wirtschaftlichen Lage mit Umsatzeinbrüchen und Personalentlassungen Tribut zollen muss, prognostizieren die befragten Unternehmen bei privatem Wohnraum, sowohl bei Neubauten als auch bei Bestandsobjekten, eine Nettomietpreiserhöhung im Laufe des Jahres 2010.

Damit sich der allgemeine Trend der Immobilienbranche nach oben fortsetzt, weist der BFW nochmals darauf hin, dass die meisten seiner Mitgliedsunternehmen auf die Kreditvergabe der Banken angewiesen sind, um weitere Investitionen zu tätigen bzw. Arbeitsplätze in der Wohnungs-, Bau- und Immobilienwirtschaft zu sichern. Die verschärften Kreditbedingungen, hohen Eigenkapitalforderungen und Verkürzungen der Laufzeiten erschweren es den Immobilienunternehmen oftmals, am Markt aktiv zu werden. Nur durch ein gutes Zusammenarbeiten aller Beteiligten ist eine weitere Marktstabilisierung zu erreichen.